Aktualisiert 21.02.2019 09:14

Weltrekordversuch

In 900 Stunden mit dem Töff um die Welt

Marc Suter (36) aus Diesse BE will den Weltrekord knacken: In nur 60 Tagen will er ganz alleine mit dem Motorrad den Globus umrunden.

von
pal

Mit diesem Töff will ein Berner den Globus umrunden. (Video: pal)

In 60 Tagen will Marc Suter den Erdball umrunden – und zwar alleine und mit seinem Töff. Am 1. Juni soll das Abenteuer losgehen.

«Schon als kleiner Bub war ich mit meinem Vater auf dem Motorrad unterwegs. Er hat mir diesen Virus weitergegeben», erzählt Suter gegenüber 20 Minuten. Sein Herz schlage nun mal für die Maschine. Deshalb will er auch mit ihr die 55'000 Kilometer lange Strecke absolvieren.

Aufgemotztes Gefährt

Momentan hält der Zürcher Urs Pedraita den Weltrekord mit 119 Tagen. Der 36-Jährige will dies in nur der Hälfte der Zeit schaffen. Wie ist das möglich? «Indem ich 15 Stunden pro Tag unterwegs bin und nur das Nötigste schlafe», erklärt Suter.

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In 60 Tagen will Marc Suter aus Diesse BE den Erdball umrunden – und zwar alleine und mit seinem Töff.

In 60 Tagen will Marc Suter aus Diesse BE den Erdball umrunden – und zwar alleine und mit seinem Töff.

pal
Sein Herz schlage nun mal für die Maschine. Deshalb will er auch mit ihr die 55000 Kilometer lange Strecke absolvieren.

Sein Herz schlage nun mal für die Maschine. Deshalb will er auch mit ihr die 55000 Kilometer lange Strecke absolvieren.

pal
Insgesamt bereist er 36 Länder und braucht zwischen zehn bis zwölf Visa.

Insgesamt bereist er 36 Länder und braucht zwischen zehn bis zwölf Visa.

pd

Die Maschine wurde extra für die Reise aufgemotzt: Ein Schafsfell ziert nun den Sitz des Gefährts. «Auf so einer langen Fahrt muss mein Hintern schon bequem sitzen», sagt der Abenteuerlustige. Das Fell reguliere zudem die Temperaturen: Bei kaltem Wetter halte es warm und umgekehrt. Was Suter sonst noch vorkehrt, gibt es im Video oben zu sehen.

Derzeit präsentiert er sein Vorhaben an der «Swiss-Moto» in Zürich. Suter freue sich sehr auf seine Reise, die Meinungen seines Umfelds sind jedoch gespalten: «Die meisten sagen: ‹Du spinnst doch›. Da muss ich ihnen tatsächlich recht geben», erzählt Suter mit einem Lachen. Er liebe eben Herausforderungen und Nervenkitzel. Sein Abenteuer kann man gar live mitverfolgen: Ein GPS-Tracker sendet alle zwei Minuten ein Signal und zeichnet somit seine genaue Route auf.

«Ich bin mein eigener Mechaniker»

Der Töfffahrer zeigt sich völlig tiefenentspannt, aber eine gewisse Sorge hat er doch: «Ich habe Angst, dass ich den Flug nicht erwische könnte.» Denn gewisse Strecken muss Suter mit den Flieger oder dem Schiff zurücklegen. Doch was, wenn sein Gefährt aussteigt? «Bei Schäden unterwegs, bin ich mein eigener Mechaniker», so Suter.

Übernachtet wird nicht in Hotels, sondern in einer Hängematte oder bei den Einwohnern des jeweiligen Landes. «Ich freue mich, neue Leute und Kulturen kennenzulernen.» Insgesamt bereist er 36 Länder und braucht zwischen zehn bis zwölf Visa.

Wer die Reise verfolgen will, kann dies auf der Website von Marc Suter oder auf seinem Instagram-Profil.

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