In Arth droht ein Erdrutsch

Aktualisiert

In Arth droht ein Erdrutsch

Kaum sind die August-Unwetter einigermassen bewältigt, müssen 12 Bewohner im Bräpfet am Rufiberg wieder evakuiert werden: Wegen der angekündigten Regenfälle drohen dem Weiler neue Erdrutsche.

«Ich habe alles stehen und liegen gelassen und bin zu meiner Tochter nach Oberarth gefahren», erzählt Thomas Inderbitzin (60) aus Bräpfet. Jetzt sei er froh, unten zu sein: «Beim Unwetter vor bald drei Wochen kamen Steine so gross wie Autos den Hang herunter. Da wirds einem schon etwas mulmig.»

Der Vizekommandant der Gemeindefeuerwehr Arth, Urs Hospenthal (46), hatte am Samstag persönlich die 12 Betroffenen über die Evakuierung informiert. «Der Schock von Ende August sitzt ihnen noch tief in den Knochen», sagt er. «Alle haben ihre Häuser ohne Widerstand verlassen.» Zu dieser Vorsichtsmassnahme habe sich der Arther Führungsstab entschieden, weil im Bräpfet wegen der erwarteten Niederschläge weitere Erdrutsche und Steinschläge befürchtet wurden.

Heute sollten die evakuierten Bewohner wieder zurück in ihre Häuser im Bräpfet zurückkehren dürfen. «Auf uns wartet viel Arbeit», sagt Anwohner Inderbitzin. Eines ist für ihn klar: «Damit so etwas nicht noch einmal passiert, muss endlich mehr Geld in den Wald investiert werden.»

Meteorologen warnen vor weiteren Niederschlägen

Meteo Schweiz rechnet mit weiteren starken Niederschlägen. Bis heute Abend werden noch einmal 40 bis 80 Liter pro Quadratmeter erwartet – auch die Zentralschweiz dürfte betroffen sein.

Alarmiert durch das Hochwasser vom August will der Bund nun das Sirenennetz verbessern und landesweit die Sirenenfernsteuerung einführen. Die Kosten belaufen sich auf rund 130 Millionen Franken, berichtete die «SonntagsZeitung».

(ewi)

Keller in Baar überschwemmt

Nach heftigen Niederschlägen in der Nacht auf Samstag hatten die Feuerwehren im Raum Baar alle Hände voll zu tun: Über 50-mal wurden sie nach Baar, Neuheim, Menzingen, Unter- und Oberägeri gerufen.

Meist galt es, Wasser aus überfluteten Kellern und Garagen zu pumpen. Personen kamen keine zu Schaden.

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