Aktualisiert 14.08.2005 19:18

In Baum gerast: 18-Jähriger starb auf der Unfallstelle

Zwei junge Männer rasten am Samstagnachmittag frontal in einen Baum. Ein 18-jähriger Insasse starb.

«Ich hörte den Knall, sah eine Stichflamme und den Motor, der durch die Luft flog», sagt Bäuerin Patrizia Gämperli aus Schwarzenbach. Vom Fenster aus beobachtete sie, wie ein Auto nach der Kollision mit einem Baum an der Wilerstrasse völlig zerfetzt weiterschleuderte. Im Wrack sassen ein 18-jähriger Mazedonier und ein 20-jähriger Schweizer. Der Mazedonier starb beim Aufprall, der Schweizer wurde aus dem Auto in die Wiese geschleudert. Dort fand ihn der Samariter Günther Wohlgemut, der an dem Nachmittag bei einem Fest in der Nähe Dienst hatte. «Bis der Rega-Helikopter kam, blieb ich bei ihm und beruhigte ihn», erzählt Wohlgemut. Der Verletzte habe immer wieder nach seinem Freund gefragt.

Es sei ein tyischer Raserunfall, sagt Paul Rieser von der Kapo St. Gallen. Noch sei unklar, wer das Fahrzeug gelenkt habe – der 20-Jährige habe den Führerschein erst wenige Wochen gehabt. Der 18-Jährige hatte nur einen Lernfahrausweis. Offenbar handelt es sich um eine Raserstrecke mit vielen Unfällen. Bäuerin Patrizia Gämperli: «Bei der Arbeit entlang der Strasse steht man immer in der Schusslinie.»

(ann)

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.