Zoff um die JSVP: In Beiz Nazi-Parolen skandiert?

Aktualisiert

Zoff um die JSVPIn Beiz Nazi-Parolen skandiert?

Laut einem Augenzeugen sollen Parteimitglieder in einem Luzerner Restaurant Nazi-Parolen skandiert haben. Die JSVP dementiert die Vorwürfe entschieden.

von
Martin Erdmann
Das Restaurant Rütli. (mer)

Das Restaurant Rütli. (mer)

Gestern wurde auf der Luzerner Wahlplattform www.lu-wahlen.ch ein Leserbrief mit brisantem Inhalt publiziert. Darin werden Mitglieder der JSVP beschuldigt, an einem Treffen im Restaurant Rütli am 19. März rassistische Parolen wie «Sieg Heil!» oder «Ausländer raus!» skandiert zu haben. Doch dabei sei es nicht geblieben: «Ein Rosenverkäufer wurde am Kragen gepackt und mit einem Fusstritt in den Rücken aus dem Restaurant befördert», sagt J.B.*, Verfasser des Leserbriefs, gegenüber 20 Minuten. Rütli-Wirtin Martha Waser habe ihm bestätigt, dass es sich bei den Unruhestiftern um JSVP-Mitglieder gehandelt habe, die hier ein Treffen abhielten. Das bestritt Waser gestern: «Ich kannte die Gäste nicht. Sie waren zwar laut, aber rassistische Sprüche habe ich nicht gehört.» Nach einer Aufforderung zur Ruhe seien die Gäste gegangen.

Die JSVP Luzern ist über den Leserbrief entsetzt. «Das ist Rufmord! Die Vorwürfe sind völlig aus der Luft gegriffen», so Präsident Anian Liebrand. An diesem Tag habe kein Treffen der JSVP stattgefunden und das Rütli sei auch kein Treffpunkt der Partei. Liebrand kann sich nicht erklären, warum seine Partei mit solchen Anschuldigungen konfrontiert wird. Die Mutterpartei behält sich rechtliche Schritte vor.

*Name der Redaktion bekannt

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