Beim Sprayen erwischt: Müssen Pussy Riot in Bern vor Gericht? 

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Beim Sprayen erwischtMüssen Pussy Riot in Bern vor Gericht? 

Die drei Sprayerinnen von Pussy Riot wehren sich gegen die Strafbefehle. Hält die Gemeinde Köniz an ihrer Anzeige fest, wird der Fall vor Gericht verhandelt. 

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Die Aktivistinnen wollten die Distanz zwischen der Ukraine und der Schweiz aufmalen. Das Graffito wurde jedoch nicht fertiggestellt.

Die Aktivistinnen wollten die Distanz zwischen der Ukraine und der Schweiz aufmalen. Das Graffito wurde jedoch nicht fertiggestellt.

Alexander Cheparukhin
Die drei Frauen wurden kurzzeitig festgenommen. 

Die drei Frauen wurden kurzzeitig festgenommen. 

Instagram/Masha Alekhina
Gegen die Strafbefehle haben Pussy Riot, hier bei ihrem Konzert in der Mühle Hunziken, Einsprache erhoben.

Gegen die Strafbefehle haben Pussy Riot, hier bei ihrem Konzert in der Mühle Hunziken, Einsprache erhoben.

Beat Mathys/Tamedia AG

Darum gehts

  • Ende August wurden drei Aktivistinnen des russischen, regierungskritischen Kollektivs Pussy Riot beim Sprayen erwischt und vorübergehend festgenommen. 

  • Gegen den erlassenen Strafbefehl haben die Frauen Einsprache erhoben. 

  • Zieht die Gemeinde Köniz ihre Anzeige nicht zurück, kommt es zum Pussy-Riot-Prozess. 

Drei Mitglieder von Pussy Riot wurden Ende August in Köniz beim Sprayen eines Antikriegs-Graffitos erwischt und kurzzeitig festgenommen. Für die Aktion verurteilte sie die Staatsanwaltschaft zu einer Busse von je 400 Franken. Damit ist der Fall möglicherweise aber noch nicht abgeschlossen: Gegen die Strafbefehle haben die Aktivistinnen Einsprache erhoben, wie die «Berner Zeitung» berichtet. Hält die Gemeinde Köniz an ihrer Anzeige fest, kommts zum Gerichtsprozess. 

Weil es zumindest bis jetzt danach aussieht, hat sich der Anwalt des feministischen Künstlerinnen-Kollektivs in einem Schreiben an Verkehrsdirektor Christian Burren (SVP) und Tanja Bauer (SP) gewandt, die beide für das Könizer Gemeindepräsidium kandidieren. Die Gemeinde solle ein Zeichen gegen den Krieg setzen «und nicht wie das russische Justizsystem die Mitglieder von Pussy Riot in Strafverfahren verwickeln und darauf pochen, eine Verurteilung zu erwirken», schreibt der Advokat.  

Die Anzeige einfach fallen zu lassen, kommt für Burren indes nicht infrage. «Sobald ich ein formal korrektes Rechtsbegehren und die nötigen Vollmachten erhalte, werde ich ein entsprechendes Geschäft selbstverständlich dem Gesamtgemeinderat zur Prüfung vorlegen», so Burren. Es gälten für alle dieselben Regeln – Pussy Riot hin oder her.   

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(sul)

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