In Bern sind die Wölfe los
Aktualisiert

In Bern sind die Wölfe los

Im Kanton Bern sind in zwei Fällen Wölfe nachgewiesen worden. Beide Tiere stammen aus der italienisch-französischen Population.

DNA-Analysen der Uni Lausanne haben entsprechende Beobachtungen bei Zweisimmen bestätigt und auch sechs gerissene Schafe in Thierachern bei Thun zweifelsfrei einem Wolf zuschreiben können. Ein in Feutersoey gesichtetes Tier war hingegen ein Hund.

Beide Tiere stammen aus der italienisch-französischen Population, wie der Kanton Bern am Montag mitteilte. Die Individualanalysen zur Bestimmung des Geschlechts seien aber noch offen. Laut den Behörden gibt es damit inzwischen vier bestätigte Nachweise für den Wolf nördlich der Alpen.

Am vergangenen 27. März waren in Thierachern sechs Schafe gerissen worden, die laut den Analysen einem Wolf zuzuschreiben sind. Um weitere Angriffe auf Schafe zu vermeiden, wurden inzwischen von der sogenannten Wolfsfeuerwehr zwei Herdenschutzhunde mit einer Hirtin platziert. Sie sollen voraussichtlich bis Mitte Mai die Schafe schützen. Die «Wolfsfeuerwehr» ist ein wichtiger Bestandteil der Strategie für den Umgang mit den Wolf im Kanton Bern, die Mitte März in Kraft gesetzt wurde.

Bereits am frühen Abend des 22. März hatte zudem ein Jäger oberhalb von Zweisimmen ein hundeartiges Tier beobachtet, das er für einen Wolf hielt. Die Wildhüter konnten später im Neuschnee allerdings nur noch undeutliche Spuren erkennen. Schliesslich konnte der Wildhüter an Stacheldrahtzäunen Haarproben sicherstellen, die nun eine DNA-Analyse ermöglicht haben und ebenfalls den Nachweis eines Wolfs erbracht haben. (dapd)

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