Aktualisiert 27.04.2018 11:55

Farbe für die NationalbankIn Bern war wieder ein Sprayer-Grosi am Werk

Die Bundesstadt hat ein weiteres Sprayer-Grosi. Am Freitagmorgen besprayte eine ältere Aktivistin die Baufassade der Schweizerischen Nationalbank.

von
miw
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Mit roter Farbe besprayte eine ältere Aktivistin die Bau-Absperrung beim Bundesplatz. Zusammen mit rund acht weiteren Mitgliedern der Vollgeld-Initiative prangern sie damit die heutige Strategie der SNB an.

Mit roter Farbe besprayte eine ältere Aktivistin die Bau-Absperrung beim Bundesplatz. Zusammen mit rund acht weiteren Mitgliedern der Vollgeld-Initiative prangern sie damit die heutige Strategie der SNB an.

zvg
Die Aktivistin der Vollgeld-Initiative tritt dabei in prominente Fussstapfen. Die 86-jährige Louise Schneider griff in der Bundesstadt schon mehrfach zur Spraydose.

Die Aktivistin der Vollgeld-Initiative tritt dabei in prominente Fussstapfen. Die 86-jährige Louise Schneider griff in der Bundesstadt schon mehrfach zur Spraydose.

Keystone/Anthony Anex
Während Sprayer-Grosi Schneider bei ihren Aktionen jeweils abgeführt wurde, blieb die Aktion vom Freitagmorgen unbemerkt. «Weder die Polizei noch Sicherheitsleute sind aufgetaucht, das hat uns selber erstaunt», sagt Initiant Raffael Wüthrich.

Während Sprayer-Grosi Schneider bei ihren Aktionen jeweils abgeführt wurde, blieb die Aktion vom Freitagmorgen unbemerkt. «Weder die Polizei noch Sicherheitsleute sind aufgetaucht, das hat uns selber erstaunt», sagt Initiant Raffael Wüthrich.

Keystone/Anthony Anex

Erneut hat ein Sprayer-Grosi die Schweizerische Nationalbank ins Visier genommen. Mit roter Farbe sprayte die Aktivistin auf die Absperrung beim Bundesplatz mahnend: «Liebe Schweizer Nationalbank. Bitte erinnere dich, wozu wir dich gegründet haben.» Zusammen mit rund acht weiteren Mitgliedern der Vollgeld-Initiative hat sie dieses Statement gegen die SNB abgegeben.

Gemeinsam wollen die Initianten darauf aufmerksam machen, dass die Nationalbank ihren ursprünglichen Gründungszweck vergessen habe. «Die Nationalbank ist da, um Schweizer Geld herzustellen, nicht um die Privatisierung des Schweizer Geldes durch private Geschäftsbanken zu fördern», sagt Initiant Raffael Wüthrich. Zwar hat die Nationalbank seit 1891 das Monopol auf die Bargeldherstellung. Dieses macht jedoch nur etwas über zehn Prozent des Geldes aus, das in der Schweiz im Umlauf ist. Der Rest ist elektronisches Geld oder eben Buchgeld, das von Privatbanken stammt. Die Vollgeld-Initiative verlangt, dass die SNB künftig aber sämtliches Geld, das verwendet wird, schafft.

Die Aktion verlief ohne Zwischenfälle – «weder die Polizei noch Sicherheitsleute sind aufgetaucht, das hat uns selber erstaunt», sagt Wüthrich.

Mehr Infos zu den Hintergründen der Vollgeld-Initiative finden Sie HIER.

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