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Schnee sattIn Chicago geht fast gar nichts mehr

Strassen voller Schnee, hunderte Flüge gestrichen: Die amerikanische Stadt Chicago versinkt im Winterchaos. Nur ein Vorbote? New York, Washington und der Ostküste droht dasselbe.

Geduld ist angesagt auf Chicagos Strassen.

Geduld ist angesagt auf Chicagos Strassen.

Wegen eines Schneesturms sind in Chicago am Freitag hunderte Flüge gestrichen worden und Strassen im Chaos versunken. Die beiden internationalen Flughäfen der Stadt, O'Hare und Midway, strichen bis zum Nachmittag nach Angaben der Luftfahrtbehörde insgesamt 700 Verbindungen.

Neben den Streichungen von Flügen meldeten die Flughäfen zahlreiche Verspätungen. Der O'Hare International Airport ist gemessen am Passagieraufkommen der zweitgrösste in den USA nach Atlanta. Er ist ein wichtiges Drehkreuz für die grossen US-Fluggesellschaften United Airlines und American Airlines.

280 Schneepflüge

Der Sturm brachte der Region heftigen Schneefall sowie Schnee- und Eisregen. Auf der Strassen kämpften die Räumdienste gegen die Schneemassen an. Alle 280 Schneepflüge von Chicago waren im Einsatz, hatten aber Mühe, die Strassen vom weissen Nass zu befreien.

Aus Furcht vor Unfällen in dem schnell fallenden Schnee sperrten die Behörden die am Michigan-See entlangführende vielbefahrene Autobahn Lake Shore Drive. Polizei und Feuerwehr halfen Autofahrern, die auf den glatten Strassen die Kontrolle über ihre Fahrzeuge verloren hatten. Tote oder Verletzte wurden aber zunächst nicht gemeldet.

Weiter in Richtung Ostküste

Für den Grossraum Chicago mit seinen zehn Millionen Einwohnern sagte der staatliche Wetterdienst Schneehöhen bis zu 15 Zentimetern oder stellenweise mehr vorher. Die Meteorologen riefen die Menschen auf, nur zu reisen, wenn unbedingt nötig.

Sie rechneten damit, dass der Schneesturm über Nacht über Chicago hinwegziehen und sich weiter in Richtung Ostküste bewegen würde. Dort könnte er New York und Washington treffen. (sda)

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