Schulstart in Baselland: «In den Garderoben gilt die Maskenpflicht»

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Schulstart in Baselland«In den Garderoben gilt die Maskenpflicht»

In neun Kantonen beginnt kommende Woche wieder die Schule. In Baselland bedeutet die «neue Normalität» Einzeltische und Trennwände in Schulzimmern und Chorproben mit Schutzvisieren.

von
Lukas Hausendorf
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Die neue Normalität in den Schulzimmern beinhaltet immer ein Schutzkonzept. Der Kanton Baselland hat die Schutzbestimmungen für seine Schulen am Dienstag präsentiert.

Die neue Normalität in den Schulzimmern beinhaltet immer ein Schutzkonzept. Der Kanton Baselland hat die Schutzbestimmungen für seine Schulen am Dienstag präsentiert.

Kanton Baselland
So wird das Schutzvisier flächendeckend im Chorunterricht in den Gymnasien zum Einsatz kommen.

So wird das Schutzvisier flächendeckend im Chorunterricht in den Gymnasien zum Einsatz kommen.

KEYSTONE
In den Klassenzimmern der überobligatorischen Schulen gilt Mindestabstand oder Maskenpflicht.

In den Klassenzimmern der überobligatorischen Schulen gilt Mindestabstand oder Maskenpflicht.

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Darum gehts

  • In neun Kantonen beginnt am 10. August die Schule wieder.

  • Der Kanton Baselland hat am Dienstag die Details zu den Schutzmassnahmen für die nachobligatorischen Schulen bekannt gegeben.

  • Wo der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann, gilt im Baselbiet eine Maskenpflicht, das ist aber nicht in allen Kantonen so.

Wie funktioniert Schule mit Schutzkonzept und Abstandsregeln? Am 10. August geht es in beiden Basel wieder los. Mindestens für all jene, die jetzt nicht urlaubsbedingt vorerst in Quarantäne bleiben müssen. Während für die obligatorischen Schulen keine besonderen Massnahmen vorgesehen sind, ist im nachobligatorischen Bereich die Einhaltung des Mindestabstands zwingend. Für Mittel- und Berufsschulen hat der Kanton Baselland deshalb eine Reihe von Schutzmassnahmen definiert.

In Schulzimmern gibt es nun Einzeltische oder Trennwände. Und wo der Mindestabstand trotzdem nicht eingehalten werden kann, «müssen analog zum öffentlichen Verkehr Schutzmasken getragen werden». Lernende und Lehrpersonen werden dafür bis zu den Herbstferien kostenfrei mit Schutzmasken für den Unterricht ausgestattet.

Was aber passiert, wenn die Infektionszahlen an einer Schule oder allgemein im Kanton wieder steigen? Tritt das Szenario «Pandemie» ein, wird wieder auf Fernunterricht umgestellt. Wann der Schwellenwert der Neuinfektionen für dieses Szenario erreicht ist, wurde aber noch nicht definiert. Man habe das bewusst offen gelassen, erklärt die Sprecherin der Bildungs- Kultur- und Sportdirektion auf Anfrage. «Die Zahlen werden sehr engmaschig erfasst und es findet ein konsequenter Austausch mit dem medizinischen Fachpersonal statt.»

Foulen verboten

Die Maskenpflicht gilt aber nicht nur im Klassenzimmer, sondern auch an Orten, wo man es weniger erwartet. So gilt diese auch in den Garderoben, wo es dafür keine Beschränkung der Personenzahl gibt. Hingegen: «In den Duschen besteht keine Maskenpflicht», heisst es im Merkblatt für den Sport- und Schwimmunterricht. Dafür muss dort wieder der Mindestabstand eingehalten werden. Und der letzte, der die Garderobe verlässt, lässt die Türe offen.

Im Sportunterricht müssen ebenfalls Abstriche gemacht werden, sie sind aber nicht besonders schmerzhaft. «Kein Körperkontakt (Checks, Tacklings, Fouls usw.) in Spielsituationen», ist im Merkblatt festgehalten. Und überhaupt solle man bei «Kontaktsportarten» Formen suchen, die ohne Körperkontakt durchgeführt werden können.

Besondere Regeln gelten auch für den Musikunterricht. So werden Gymnasien für ihre Chöre jetzt mit Gesichtsvisieren ausgestattet. Diese kommen zum Einsatz, wenn ein Mindestabstand von zwei Metern nicht eingehalten werden kann. Die Visiere müssen aber von den Schülern selbst gereinigt werden vor und nach dem Unterricht. Zusätzlich wird dringend eine versetzte Sitzordnung und regelmässiges Lüften empfohlen.

Kantone zögern bei Maskenpflicht

Der Nachbarkanton Basel-Stadt informiert erst am Mittwoch im Detail über die Schutzmassnahmen an seinen Schulen. So setzt man grundsätzlich aber auf Abstandhalten und Hygiene. Masken können aber situativ zum Einsatz kommen, wenn Mindestabstände nicht eingehalten werden können.

Ganz auf Masken verzichten will der Aargau, ebenso die Kantone Solothurn, Schaffhausen, Thurgau und St. Gallen. Eine teilweise Maskenpflicht wird derweil voraussichtlich in Bern gelten, die kantonalen Behörden informieren aber erst am Freitag vor Schulbeginn detailliert über ihr Schutzkonzept, berichtet Watson. Auch andere Kantone, wie Schaffhausen und Thurgau, haben in der Maskenfrage noch nicht definitiv entschieden.

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