Für Eltern mit 110’000 Franken Einkommen - In den Kantonshauptorten Bern und Zug sind Kitas am teuersten

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Für Eltern mit 110’000 Franken EinkommenIn den Kantonshauptorten Bern und Zug sind Kitas am teuersten

Kita-Plätze können schnell ins Geld gehen. Doch es gibt je nach Kanton grosse Preisunterschiede. Mancherorts zahlen Eltern fünfmal mehr für die Kinderbetreuung.

von
Fabian Pöschl
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Die Kosten für Kita-Plätze unterscheiden sich je nach Wohnort, Einkommen und Subventionen deutlich.

Die Kosten für Kita-Plätze unterscheiden sich je nach Wohnort, Einkommen und Subventionen deutlich.

Jörg Carstensen/dpa
Das zeigt eine Studie der Credit Suisse, bei der die Preise für Elterntarife von Kita-Plätzen inklusive Verpflegung pro Kind und Tag in den Kantonshauptorten untersucht wurden. Einmal mit voller Subventionierung und einmal mit dem maximalen Elterntarif ohne oder nur mit minimaler Subventionierung der jeweiligen Gemeinde.

Das zeigt eine Studie der Credit Suisse, bei der die Preise für Elterntarife von Kita-Plätzen inklusive Verpflegung pro Kind und Tag in den Kantonshauptorten untersucht wurden. Einmal mit voller Subventionierung und einmal mit dem maximalen Elterntarif ohne oder nur mit minimaler Subventionierung der jeweiligen Gemeinde.

Uwe Anspach/dpa
Bern (BE): Mit Subventionen 10 Franken, ohne Subventionen 130 Franken.

Bern (BE): Mit Subventionen 10 Franken, ohne Subventionen 130 Franken.

20min/Community

Darum gehts

  • Die Kosten für Kita-Plätze können eine finanzielle Belastung sein.

  • Je nach Wohnort, Einkommen und Subventionen gibt es aber grosse Unterschiede.

  • So zahlen Eltern in Wetzikon fünfmal mehr für die Kinderbetreuung als in Wollerau.

In der Schweiz arbeiten über 95 Prozent der Väter und über vier von fünf Müttern. In den vergangenen Jahren nahm vor allem der Anteil von berufstätigen Frauen mit jungen Kindern zu. Um Arbeit und Familie unter einen Hut zu bringen, nutzen knapp 40 Prozent der Haushalte mit Kindern unter zwölf Jahren eine institutionelle Kinderbetreuung wie die Kita.

Diese Kita-Plätze können jedoch schnell ins Geld gehen und eine finanzielle Belastung sein. Es gibt allerdings erhebliche Unterschiede je nach Wohnort, finanziellen Verhältnissen und allfälligen Subventionen, wie die Credit Suisse in einer Studie schreibt.

Wetziker Modellhaushalt zahlt fünfmal mehr als Wollerauer

Am teuersten über alle untersuchten Gemeinden und verschiedenen Einkommens-, Vermögens-, Wohn- und Pendeltypen hinweg sind die meisten Zentralschweizer Kantone sowie Basel-Landschaft, Zürich und Solothurn. Am günstigsten ist die Kinderbetreuung in Genf und Neuenburg, wie der Vergleich von 194 Schweizer Gemeinden zeigt.

Die Studienautoren wählten auch einen Modellhaushalt mit zwei Kindern und zwei Betreuungstagen pro Woche aus (siehe Box), und verglichen die Kita-Kosten pro Gemeinde. Dieser Haushalt zahlt in der Zürcher Gemeinde Wetzikon pro Jahr 24’200 Franken für die Kinderbetreuung. Das ist mehr als das Fünffache im Vergleich zu den 4700 Franken, die Eltern für die Kita in Wollerau (SZ) oder Mendrisio (TI) bezahlen.

Der Modellhaushalt

Die Studie nennt einen Modellhaushalt mit zwei Kindern. Das Ehepaar besitzt ein Vermögen von 100’000 Franken und kommt auf ein Bruttoerwerbseinkommen von 110'000 Franken – was bei einem gemeinsamen Arbeitspensum von 140 Prozent in etwa dem Schweizer Median-Bruttolohn entspricht.

11 Prozent ist der Kita-Platz zu teuer

40 Prozent der Schweizer Familien mit einem Kind unter zwölf Jahren nutzen die institutionelle Kinderbetreuung. Für die anderen gibt es mehrere Gründe, warum sie sich dagegen entschieden haben. Gemäss der Credit-Suisse-Studie haben 78 Prozent von ihnen keinen Bedarf an einem Kita-Platz, weil sie etwa die Kinder selber oder durch die Grosseltern betreuen lassen. 11 Prozent der Eltern ist der Kita-Platz zu teuer, 3 Prozent finden keine freien Kita-Plätze und 8 Prozent nennen weitere Gründe.

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