Perseidenschwarm: In den kommenden Tagen kannst du Hunderte Sternschnuppen sehen

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PerseidenschwarmIn den kommenden Tagen kannst du Hunderte Sternschnuppen sehen

Es ist Sternschnuppenzeit: Dank des legendären Perseidenschwarms sind wieder unzählige Sternschnuppen mit blossem Auge am Himmel zu sehen. Der Höhepunkt wird am Freitag erwartet.

von
Florian Osterwalder
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Ab Mittwoch gehts los: Dann sind am Nachthimmel besonders viele Sternschnuppen zu sehen.

Ab Mittwoch gehts los: Dann sind am Nachthimmel besonders viele Sternschnuppen zu sehen.

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Der verglühende Kometenstaub ist auch von der Schweiz aus zu sehen.

Der verglühende Kometenstaub ist auch von der Schweiz aus zu sehen.

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Sie sind mit blossem Auge gut sichtbar. 

Sie sind mit blossem Auge gut sichtbar. 

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Darum gehts

  • Zur Zeit des Maximums könnten im Idealfall bis zu hundert Sternschnuppen pro Stunde am Himmel aufleuchten.

  • Die Perseiden sind der einzige grosse Meteorstrom im Sommer.

  • Die grösseren Meteore leuchten bei ihrem Eintritt in die Atmosphäre so stark wie helle Sterne.

Sternschnuppen haben eine besondere Wirkung auf den Menschen. Ein jahrhundertealter Brauch besagt, wer eine sieht, darf sich etwas wünschen. Und bald ist es wieder so weit, die sekundenschnell verglühenden Sternschnuppen werden dank des vielerorts klaren Himmels gut zu sehen sein.

Zur Zeit des Perseidenmaximums könnten im Idealfall bis zu hundert Sternschnuppen pro Stunde am Himmel aufleuchten – allerdings nur bei ungewöhnlich guten Beobachtungsbedingungen. Eher ungeübte Beobachter dürften nicht ganz so viele Sternschnuppen zu sehen bekommen. Die beste Beobachtungszeit während des Perseidenmaximums liegt zwischen dem späten Abend und dem frühen Morgen.

Ausgangspunkt der Sternschnuppen ist ein Sternbild

Seit jeher markieren die Augustmeteore für Sternschnuppenfans einen festen Termin im astronomischen Jahreskalender: Die Perseiden sind der einzige grosse Meteorstrom im Sommer und einer der ergiebigsten überhaupt. Ihren Namen haben die Sommersternschnuppen vom Sternbild Perseus. Dort liegt der scheinbare Ausgangspunkt der Perseidenmeteore, der sogenannte Radiant.

In Wahrheit kommen die Sternschnuppen aber aus der unmittelbaren Erdumgebung: Auf seiner Bahn um die Sonne kreuzt unser Planet alljährlich zwischen Mitte Juli und Ende August eine Wolke winziger Teilchen, die der Komet 109P/Swift-Tuttle auf seiner Bahn um unser Zentralgestirn zurückliess.

Hast du auch schon eine Sternschnuppe gesehen?

Mit bis zu 216’000 km/h unterwegs

Trifft die Erde auf die kosmische Staubspur dieses etwa alle 133 Jahre wiederkehrenden Kometen, dringen die oft nur stecknadelkopfgrossen Partikel aus Kometenstaub mit 60 Kilometern pro Sekunde in die Erdatmosphäre ein – also mit der unfassbaren Geschwindigkeit von 216’000 Stundenkilometern. In einer Höhe von 80 bis 100 Kilometern erzeugen die kleinen Staubteilchen dann die Lichterscheinungen, die Sternschnuppen genannt werden.

Die grösseren Meteore leuchten bei ihrem Eintritt in die Atmosphäre so stark wie helle Sterne und Planeten. Noch heller, aber auch entsprechend seltener sind die sogenannten Feuerkugeln. Diese spektakulären Meteore ziehen oft einen farbig nachglühenden Schweif hinter sich her.

Fernglas nicht geeignet, um Sternschnuppen zu erblicken

Eine besondere Ausrüstung brauchen Himmelsgucker für die Beobachtung der Perseiden nicht – ein Liegestuhl oder eine Isomatte und eine gute Rundumsicht reichen aus. Ferngläser oder gar Teleskope sind beim Aufspüren der in Sekundenschnelle verglühenden Meteore sogar hinderlich, denn das Blickfeld solcher Instrumente ist für die flinken Himmelskreuzer viel zu klein.

Die besten Beobachtungsmöglichkeiten bietet ein Platz fernab der von Kunstlicht durchfluteten Städte. Wer den Meteorstrom fotografieren will, sollte ein Weitwinkelobjektiv verwenden, die Kamera auf ein Stativ montieren und eine Langzeitbelichtung wählen.

Im Volksmund heissen die Augustmeteore übrigens Laurentiustränen. Der Name erinnert an den Heiligen Laurentius, der am 10. August des Jahres 258 unter der Herrschaft des römischen Kaisers Valerian den Märtyrertod starb. Seither regnete es der Legende zufolge an diesem Tag stets feurige Tränen.

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