Basel: «In den Rhein gehören nur gute Schwimmer»
Aktualisiert

Basel«In den Rhein gehören nur gute Schwimmer»

Eine unbekannte Person verschwand am Sonntag im Fluss. Leider kommt es jeden Sommer immer wieder zu tragischen Unfällen.

von
Jonas Hoskyn
Rheinschwimmen ist schön, aber nicht ganz ungefährlich. (Bild: hys)

Rheinschwimmen ist schön, aber nicht ganz ungefährlich. (Bild: hys)

Nach rund einer Stunde musste die grosse Rettungsaktion von Polizei, Feuerwehr, Grenzwache und Rega ohne Ergebnis abgebrochen werden. Laut Polizeisprecher Klaus Mannhart besteht kaum Hoffnung, dass die unbekannte Person überlebt hat, die kurz nach 17 Uhr vor den Augen schockierter Passanten im Rhein versank.

Mannhart vermutet, dass es sich um einen Schwimmunfall handelt. «Bereits am Samstag musste die Feuerwehr einen Rheinschwimmer rausholen, der die Kraft verloren hatte.»

Laut Christian Senn, Präsident der SLRG Basel, ist Selbstüberschätzung bei Rheinschwimmern oft ein Problem. «In den Rhein gehören nur gute und sichere Schwimmer.» Noch gefährlicher wird es in Kombination mit Alkohol und oft purer Dummheit: «Es gibt immer wieder Schwimmer, die unter der Schwarzwaldbrücke durchschwimmen.» Die ist dieses Jahr wegen Bauarbeiten ­gesperrt. Und auch für gute Schwimmer hat Senn noch ­einen Tipp: «Gut ist eine orange Badekappe oder ein Schwimmsack, damit man gesehen wird», so Senn.

Die Hitzewelle lockt täglich Hunderte in den Fluss. Entsprechend sind die Behörden in Alarmbereitschaft: Die Rheinpolizei hat ihren Fokus ganz auf die Schwimmer gerichtet und patroulliert zu den Hauptstosszeiten auf dem Rhein.

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