Aktualisiert 03.07.2013 11:19

Spuckverbot in Nidau BEIn der Badi soll nicht mehr gespuckt werden

Spuckende Teenies im Schwimmbad: Eine Stadträtin von Nidau BE hat genug von den Grüseln und fordert jetzt Massnahmen.

von
Sophie Reinhardt
Trügerische Idylle in Nidau: Spuck-Kids sorgen für Unmut bei den Bademeistern der Strandbadi.

Trügerische Idylle in Nidau: Spuck-Kids sorgen für Unmut bei den Bademeistern der Strandbadi.

Die Nidauer FDP-Stadträtin Sonja Simon (56) ist angeekelt. Grund dafür sind spuckende Jugendliche im Strandbad von Nidau. «Am letzten Mittwochnachmittag haben gleich drei Pubertierende vor dem Bassin auf den Boden gespuckt», so die Freizeitschwimmerin. Das sei einfach nur widerlich. Darum fordert sie in einem Vorstoss den Nidauer Gemeinderat auf, ein Spuckverbot in der Badi zu prüfen, wie das «Bieler Tagblatt» berichtete.

Mit Polizei gegen Radaubrüder

Vor allem neben den Bassins, wo man keine Schuhe tragen dürfe, würden die Jugendlichen mit Sabber ihr ­Revier markieren. «Die Bademeister haben nichts gegen die Spucker in der Hand, darum braucht es das Verbot», so die Postangestellte. In der Tat: «Unsere Badeordnung kennt nur ein Spuckverbot im Wasser», so Christian Gerber, Bademeister des Nidauer Strandbads. «Spucke, Kaugummi und auch Erbrochenes schwimmen aber trotzdem immer wieder im Wasser.» Seine Strategie gegen Übeltäter: Er verwarnt sie und appelliert an ihre Erziehung. Im schlimmsten Fall wirft er sie raus – zur Not mit Hilfe der Polizei. Dies passiere aber nur selten.

Klar ist: In diesem Sommer gibt es noch kein Verbot. Der Nidauer Gemeinderat diskutiert erst im Dezember über den hängigen Vorstoss von ­Simon.

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