Wahlkampf erlaubt: In der HB-Halle wimmelt es von Politikern
Aktualisiert

Wahlkampf erlaubtIn der HB-Halle wimmelt es von Politikern

Premiere im HB Zürich: Ab Donnerstagmittag wird die Bahnhofshalle zur Wahlkampfarena. Die SBB erlauben den Parteien erstmals, sich auf jeweils 50 Quadratmetern zu präsentieren.

von
Deborah Sutter
In der Bahnhofshalle treffen die Pendler heute auf Politiker.

In der Bahnhofshalle treffen die Pendler heute auf Politiker.

Pendler treffen auf Politiker: In der Bahnhofshalle werden von 12 bis 20 Uhr SP, FDP, SVP, CVP, Grüne, EVP, GLP und BDP mit Ständen auf sogenannten Eventflächen von je 50 Quadratmetern auf Wählerfang gehen.

Politische Veranstaltungen sind eigentlich in Bahnhöfen nicht erlaubt, dieses Jahr machen die SBB jedoch eine Ausnahme: «Mit den Event­flächen haben wir eine Lösung gefunden, den politischen Dialog mit den Bedürfnissen unserer Kunden zu vereinbaren», sagt SBB-Kommunikationschef Stefan Nünlist. Um die Pendler auf ihrem Nachhauseweg nicht zu stören, dürften die Politiker beispielsweise nicht auf die Perrons: «Wer will, kann sich der politischen Veranstaltung auch entziehen – indem er die Halle umgeht», so Nünlist.

Die SBB wollen mit dem Pilotprojekt einen Beitrag zur Meinungsbildung leisten und zu einer möglichst hohen Wahlbeteiligung am 23. Oktober beitragen: «Den HB benutzen täglich rund 350 000 Pendler, das sind potenzielle Wähler.»

Die Politiker selber sind begeistert: «Der HB in Zürich ist ein Knotenpunkt – die Parteien müssen dort präsent sein, wo die Leute eh schon sind», sagt SP-Vizepräsident Cédric Wermuth. Auch FDP-Nationalrätin Doris Fiala wird heute vor Ort sein und freut sich darauf: «Unsere Wähler wollen uns live sehen. Niemand wird gewählt, nur weil er nett von einem Plakat lächelt.»

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