Las Vegas feiert wieder - In der Metropole des Glücksspiels ist «alles, wie es vorher war»
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Las Vegas feiert wiederIn der Metropole des Glücksspiels ist «alles, wie es vorher war»

Seit dem 1. Juni gelten in Las Vegas keine Corona-Beschränkungen mehr. Die Leute feiern wie in den wilden 1920er-Jahren.

von
Patrick McEvily
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In Las Vegas gelten seit dem 1. Juni keine Corona-Beschränkungen mehr.

In Las Vegas gelten seit dem 1. Juni keine Corona-Beschränkungen mehr.

AFP
So finden die Playoff-Spiele der heimischen NHL-Mannschaft Golden Knights wieder vor vollen Rängen statt. 

So finden die Playoff-Spiele der heimischen NHL-Mannschaft Golden Knights wieder vor vollen Rängen statt.

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Auf dem weltberühmten Las Vegas Strip herrscht wieder reges Treiben.

Auf dem weltberühmten Las Vegas Strip herrscht wieder reges Treiben.

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Darum gehts

  • Die Glücksspiel-Metropole Las Vegas hat sämtliche Corona-Beschränkungen beendet.

  • Nun strömen wieder massenweise Touristen in die Wüste von Nevada.

  • Das hat Las Vegas auch bitter nötig: Letztes Jahr hatten viele ihre Stelle verloren.

Clubs, Sportveranstaltungen, Schnellst-Hochzeiten: Seit dem 1. Juni ist all dies in Las Vegas wieder ohne Beschränkungen möglich. Weil die USA für Ausländer nach wie vor geschlossen sind, sind es zwar ausschliesslich inländische Touristen, die zurzeit nach Las Vegas reisen. Diese lassen es allerdings gemäss eines Berichts der Tamedia-Zeitungen wieder ordentlich krachen.

Fast ein Drittel verlor letztes Jahr die Stelle

Vergangene Woche fielen in Clark County, dem Bezirk in dem sich die Stadt des Glücksspiels befindet, sämtliche Restriktionen. Wie der lokale Fernsehsender KTNV berichtet, konnten die Hotels, Restaurants und Casinos am Wochenende des 5. und 6. Juni erstmals wieder mit voller Kapazität öffnen. Einige Hotels machen in Innenräumen für Nicht-Geimpfte zwar weiterhin eine Maskenpflicht geltend, in weiten Teilen der Stadt feierten die Menschen aber zum ersten Mal seit Ausbruch der Pandemie vor 15 Monaten wieder mehr oder weniger ohne Bedenken.

Viele in der Metropole konnten den Moment kaum abwarten. Die Arbeitslosigkeit in der vom Tourismus geprägten Stadt war im letzten Jahr rasant angestiegen. Zeitweilen war ein Drittel aller Beschäftigten ohne Arbeit. Die Verantwortlichen waren so verzweifelt, dass die Bürgermeisterin Carolyn Goodman letztes Jahr – mitten im Höhepunkt der Pandemie – mit einem Vorschlag für Furore gesorgt, wonach Teile des weltberühmten Strips als Versuchslabor für Ansteckungen geöffnet werden sollten. Die Associated Press berichtete damals darüber.

DJ ruft zur Impfung auf

Nun geht die Party in Las Vegas also wieder los. Ein Clubbetreiber frohlockt: «Es fühlt sich an, als wäre nichts gewesen. Alles ist, wie es vorher war.» Die Verantwortlichen in der Wüstenstadt vergleichen die aktuelle Euphorie mit den 1920er-Jahren des letzten Jahrhunderts. In den sogenannten «roaring twenties» nach dem Ersten Weltkrieg und der Spanischen Grippe blühte die Weltwirtschaft auf, und mit ihr das kulturelle Leben in Grossstädten wie Berlin.

Ganz vorbei ist die Pandemie aber noch nicht. Zwar sinken die Infektionszahlen in den USA weiter – zurzeit liegen sie in etwa gleichauf mit denjenigen in der Schweiz. Die Impfkampagne im Land hat allerdings einiges an Schwung verloren. Gemäss der «New York Times» wurden Anfang April noch drei Mal so viele Dosen verabreicht, wie dies jetzt der Fall ist (rund eine Millionen Dosen). Der DJ Steve Aoki, der am Wochenende wieder im berühmten Omnia-Club auftrat, ruft deshalb alle Partygänger auf: «Lassen wir uns impfen, damit wir das wieder öfter tun können.»

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