Juwelendieb gefasst: In der Schweiz gesuchter «Pink Panther» verhaftet
Aktualisiert

Juwelendieb gefasstIn der Schweiz gesuchter «Pink Panther» verhaftet

Ein mutmassliches Mitglied der Räuberbande «Pink Panther» ist in Südfrankreich verhaftet worden. Gegen ihn laufen zwei jüngst veröffentlichte internationale Haftbefehle. Einer davon stammt aus der Schweiz.

von
ame

Am Montag ist den französischen Ermittlern ein dicker Fisch ins Netz gegangen. Wie es aus Polizeikreisen heisst, sei ein mutmassliches Mitglied der Juwelen-Räuberbande «Pink Panther» festgenommen worden. Der Mann soll auch in der Schweiz Raubüberfälle auf Schmuckgeschäfte begangen haben.

Polizisten kontrollierten den Verdächtigen, der als gefährlich eingestuft war, bei sich zu Hause in der Region um Montpellier. Dabei habe der Mann versucht, durch ein Fenster zu flüchten, hiess es.

Haftbefehl aus der Schweiz

Der rund 40-jährige Montenegriner ist in mehreren Ländern zur Fahndung ausgeschrieben. Gegen ihn laufen zwei jüngst veröffentlichte internationale Haftbefehle. Einer davon stammt aus der Schweiz, wie die Nachrichtenagentur AFP meldete. Dort werde der Verhaftete für verwegene Raubüberfälle auf Bijouterien verantwortlich gemacht.

Neben der Schweiz soll er auch in Deutschland, Österreich, Monaco, Grossbritannien, Japan, Frankreich oder den Vereinigten Arabischen Emiraten aktiv gewesen sein. So jedenfalls handeln die Mitglieder der Räuberbande, die von Hauptstadt zu Hauptstadt ziehen.

Seit Jahren aktiv

Die Räuberbande «Pink Panther» zählt rund 220 Mitglieder. Sie stammen aus den Ländern des früheren Jugoslawiens. Die Bande wird für über 100 Einbrüche und Raubüberfälle auf Schmuckgeschäfte in Europa verantwortlich gemacht. Im Laufe der letzten zehn Jahre soll sie dabei Waren im Wert von über 250 Millionen Euro erbeutet haben.

Den Spitznamen erhielten die Räuber von britischen Ermittlern, die einen gestohlenen Edelstein in einem Tiegel Gesichtscreme fanden - wie die Polizei in der Krimikomödie «The Pink Panther» mit Peter Sellers von 1963.

Flucht aus waadtländischem Gefängnis

Erst vor wenigen Wochen gelang einem «Pink Panther»-Mitglied die Flucht aus einem Waadtländer Gefängnis. Mit AK-47-Gewehren ballerte eine Gangsterbande auf die Wärter und befreite zwei Häftlinge – einer von ihnen der 34-jährige Bosnier Milan Poparic. (ame/sda)

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