Aktualisiert 06.02.2008 13:25

In der Schweiz hat Obama die Nase vorn

Das amerikanische Wahlfieber hat auch die Schweiz erreicht. Hier und in 34 anderen Ländern können im Ausland lebende US-Demokraten in diesem Jahr zum ersten Mal an den Vorwahlen teilnehmen.

Insgesamt sind rund sechs Millionen im Ausland lebende US- Amerikanerinnen und -Amerikaner wahlberechtigt. Im Rahmen der Vorwahlen haben nur registrierte Wähler der Demokratischen Partei das Recht, per Internet, brieflich oder in Wahllokalen zu wählen.

Bis am 12. Februar dürfen sie ihre Stimme abgeben, wie die Präsidentin der Demokraten im Ausland, Christine Schon Marques, auf Anfrage sagte. Sämtliche Resultate aus dem Ausland werden in Genf gesammelt, ihre Veröffentlichung ist für den 21. Februar geplant.

Den Auslands-Demokraten stehen elf Delegiertenstimmen für den Nominierungsparteitag vom 25. bis 28. August zu; vertreten werden sie von 22 Delegierten mit je einer halben Stimme.

Sehr hohe Beteiligung

Für die in der Schweiz lebenden US-Demokraten wurde am Abend des «Super-Dienstags» in Genf eine Wahlveranstaltung organisiert. Gewählt werden konnte aber auch in Zürich, Basel und Bern.

Die Beteiligung sei sehr hoch, sagte die Schweizer Präsidentin der Demokraten, Caitlin Kraft Buchman. Davon zeugten die hunderten Neuzugänge zu ihrer Partei. Die Beteiligung könne bei der Präsidentschaftswahl im November entscheidend sein, ergänzte sie. «Wenn es gelingt, die demokratischen Stimmbürger zu mobilisieren, gewinnen wir.»

Im partei-internen Duell hat Barack Obama in der Schweiz die Nase vorn. Nach der achtjährigen Präsidentschaft von George W. Bush beflügelt die Hoffnung auf einen Wechsel die Demokraten. Und für viele ist Obama der Kandidat, der die Parteimitglieder am besten hinter sich vereinigen kann.

(sda)

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