Ski-Trainer: In der Schweiz verjagt, im Ausland gefragt
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Ski-TrainerIn der Schweiz verjagt, im Ausland gefragt

Hugues Ansermoz und Stefan Abplanalp wurden von Swiss-Ski einst verjagt. Im Ausland arbeiten sie mit Erfolg.

von
Jean-Philippe Pressl-Wenger

Ansermoz hat in Kanada angeheuert, Abplanalp ist Speed-Trainer bei den Norwegerinnen. Ansermoz hatte 2010 nach den Olympischen Spielen, an denen seine Schweizerinnen ohne Medaille geblieben waren, gehen müssen. Abplanalp wurde vor einem knappen Jahr im Nachgang zu einem Alkoholgelage in Sotschi gefeuert.

Heute arbeiten der Waadtländer und der Berner eng zusammen. «Wir trainieren oft mit den Schwedinnen und den Norwegerinnen», sagt Ansermoz. Abplanalp übernimmt am Berg das Kommando, Ansermoz kümmert sich um organisatorische Belange. «Stefan ist ein sehr guter Motivator», sagt Ansermoz' Kanadierin Marie-Michèle Gagnon. «Und man merkt, dass Hugues und Stefan schon zusammen gearbeitet haben. Das passt.» ­Neben der Technikerin aus Québec umfasst die kleine Speed-Gruppe die viel versprechenden Norwegerinnen Lotte Smiseth Sejersted und Ragn­hild Mowinckel. Namen, die man sich merken darf.

Es gibt weitere Schweizer, die im Ausland Erfolg haben: Patrice Morisod in Frankreich und Thomas Stauffer in Deutschland. Im «SonntagsBlick» sagte Swiss-Ski-Präsident Urs Lehmann, er sei ­überzeugt, dass diese Trainer früher oder später zu Swiss-Ski zurückfinden werden. Ob Lehmann dann noch da ist, steht auf einem anderen Blatt.

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