Aktualisiert 18.01.2017 15:14

Anschlag von Berlin

In der Schweiz verliert sich die Spur von Amris Waffe

Die Spur der Tatwaffe des Berlin-Anschlags führt in die Schweiz. Was die Abklärungen der Behörden ergeben haben.

von
woz
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Der mutmassliche Berlin-Attentäter Anis Amri.

Der mutmassliche Berlin-Attentäter Anis Amri.

Keystone
Bilder einer Überwachungskamera zeigen Amri bei der Ankunft in Mailand am Freitag, 23. Dezember, um 1 Uhr morgens. (veröffentlicht 27. Dezember 2016)

Bilder einer Überwachungskamera zeigen Amri bei der Ankunft in Mailand am Freitag, 23. Dezember, um 1 Uhr morgens. (veröffentlicht 27. Dezember 2016)

AFP/Polizia di Stato/Stringer
Der 24-jährige Tunesier wurde zwei Stunden später bei einer Polizeikontrolle erschossen.

Der 24-jährige Tunesier wurde zwei Stunden später bei einer Polizeikontrolle erschossen.

Keystone/Daniele Bennati

Nach dem Anschlag in Berlin ermitteln auch die Schweizer Behörden. Heute wurden erste Erkenntnisse veröffentlicht. So wurde Amris Tatwaffe Anfang der 1990er-Jahre legal in die Schweiz importiert. Das teilen das Bundesamt für Polizei (Fedpol) und die Bundesanwaltschaft mit. Dies sei allerdings die einzige gefundene Spur der Waffe in der Schweiz. Sie erscheine nicht in den kantonalen Waffenregistern.

Der «Weg, den die Waffe fortan nahm», ist nicht bekannt, wie das Fedpol weiter schreibt. Es hält fest, dass zum damaligen Zeitpunkt kein nationales Waffenrecht existierte. Diese Informationen habe man den deutschen Behörden übermittelt. Das deutsche Bundeskriminalamt (BKA) hatte eine Anfrage zur Überprüfung der Waffe des Täters ans Fedpol gerichtet.

Verfahren gegen unbekannt

Weitere Abklärungen in Zusammenhang mit dem Anschlag vom 19. Dezember in Berlin seien noch im Gang, heisst es weiter. Das eröffnete Strafverfahren der BA gegen unbekannt werde fortgeführt. Dabei geht es um «vorliegende Kontaktdaten rund um Anis Amri», den Attentäter von Berlin. Bisher gebe es keine konkreten Hinweise und Bezüge des Attentäters zu Personen oder Institutionen in der Schweiz.

Beim Anschlag auf einen Berliner Weihnachtsmarkt im Dezember waren insgesamt zwölf Menschen ums Leben gekommen. Der Terrorist wurde wenige Tage später bei Mailand von Polizisten erschossen. (woz/sda)

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