Mafia-Organisation: In der Schweiz wohnhafte Mafia-Mitglieder verhaftet
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Mafia-OrganisationIn der Schweiz wohnhafte Mafia-Mitglieder verhaftet

In Süditalien sind zwei im Thurgau wohnhafte Mitglieder der kalabrischen Mafia-Organisation N'drangheta verhaftet worden. Ihnen wird Drogenhandel zur Last gelegt.

Die Verhaftungen zweier Mafia-Mitglieder seien dank dem Abhören von Telefongesprächen möglich geworden, sagte ein Sprecher der kalabrischen Polizei fest.

Die Verhaftungen zweier Mafia-Mitglieder seien dank dem Abhören von Telefongesprächen möglich geworden, sagte ein Sprecher der kalabrischen Polizei fest.

Zwei mutmassliche Mitglieder der kalabrischen Mafia-Organisation «N'drangheta», die ihren Wohnsitz im Kanton Thurgau haben, sind in der süditalienischen Provinz Reggio Calabria verhaftet worden.

Dies sagte ein Sprecher der kalabrischen Polizei am Freitag der Nachrichtenagentur sda und bestätigte damit entsprechende Medienberichte aus Italien. 16 weitere mutmassliche N'drangheta-Mitglieder würden derzeit in der Schweiz von der Bundespolizei gesucht. Bei einer Festnahme müssten diese nach Italien ausgeliefert werden, sagte der Sprecher.

Die Bundesanwaltschaft bestätigte am Freitagabend, gegen mehrere Personen wegen Verdachts auf Zusammenarbeit mit der N'drangheta und Unterstützung der kriminellen Organisation eine Strafuntersuchung zu führen. Italien habe ein entsprechendes Rechtshilfegesuch an die Schweiz gestellt.

Mafiöse Tätigkeiten

Die insgesamt 18 Verdächtigen werden nach Angaben der italienischen Behörden des organisierten Verbrechens in der Schweiz und in Italien bezichtigt. Bei den Personen soll es sich allesamt um Mitglieder der «lokalen N'drangheta-Zelle» von Frauenfeld TG handeln.

Die Thurgauer Zelle besteht demnach seit rund 40 Jahren und soll ein Ableger einer Verbrecherorganisation aus Fabrizia in der kalabrischen Region Vibo Valentia sein. Ihre Mitglieder seien in den 1970er-Jahren in den Kanton Thurgau eingewandert. Sie sind laut den Carabinieri hauptsächlich im Rauschgifthandel tätig.

Die Verhaftungen seien dank dem Abhören von Telefongesprächen möglich geworden sowie dank einer «ausgezeichneten Zusammenarbeit» zwischen den Schweizer und italienischen Behörden, hielt der Sprecher der kalabrischen Polizei fest. Die Schweizer Untersuchung gegen die mutmasslichen N'drangheta-Mitglieder sei 2012 eingeleitet worden. (sda)

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