In der Schweizer Wirtschaft stehen Indikatoren auf Grün
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In der Schweizer Wirtschaft stehen Indikatoren auf Grün

Im Mai sind die Autoverkäufe sprunghaft angestiegen. Die Schweizer sind wieder bereit, mehr Geld auszugeben.

«Der starke Zuwachs in der Autobranche widerspiegelt die positive Stimmung unter den Konsumenten», sagt Willy Roth, Ökonom an der Konjunkturforschungsstelle (KOF) der ETH Zürich. Gestern meldete die Vereinigung der Schweizer Automobil-Importeure 27400 Neuimmatrikulationen für den Monat Mai, das sind 11,4 Prozent mehr als vor Jahresfrist. «Das Ausmass der Zunahme lässt auf einen gewissen Nachholbedarf schliessen», interpretiert Roth. In den Jahren 2000 bis Mitte 2005 gab es in der Autobranche massive Einbussen. Danach zogen die Verkäufe wieder an, aktuell stehen sie auf dem Niveau von Anfang 2003, so Roth.

Was für das Auto gilt, ist der gesamten Wirtschaft recht: Die Schweizer Industrie ist laut dem Bundesamt für Statistik 2006 fulminant gestartet. Die Produktion stieg im ersten Quartal im Vergleich zum Vorjahresquartal um 9,2 Prozent. Es ist die höchste Steigerung seit sechs Jahren. Die Umsätze legten um 10,7 Prozent zu. Bei den Auftragseingängen wurde ein Plus von 15,5 Prozent erreicht. «Damit ist auch mittelfristig ein starkes Wachstum gesichert», sagt Ökonom Roth. Das KOF-Konjunkturbarometer jedenfalls signalisiere ein anhaltendes Wachstum bis ins vierte Quartal.

(mhb)

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der Credit Suisse die aktuelle Konjunktursituation der Schweiz als sehr gut. Von einer weiteren konjunkturellen Verbesserung in den nächsten sechs Monaten gehen gut 37 Prozent der Befragten aus, während 48 Prozent keine Veränderung und nur 15 Prozent eine Verschlechterung erwarten. Dafür erwartet eine grosse Mehrheit der Analysten einen weiteren Anstieg der Zinsen.

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