16-Millionen-Franken-Fund: In der Zeichnungsmappe lag ein echter Da Vinci
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16-Millionen-Franken-FundIn der Zeichnungsmappe lag ein echter Da Vinci

Ein Franzose erbt von seinem Vater eine Mappe mit Zeichnungen. Als Experten sie untersuchen, entdecken sie ein Kunstwerk von Leonardo da Vinci.

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Am 12. Dezember 2016 zeigte das Pariser Auktionshaus Tajan eine Zeichnung von Leonardo da Vinci, die erst vergangenen März entdeckt worden war.

Am 12. Dezember 2016 zeigte das Pariser Auktionshaus Tajan eine Zeichnung von Leonardo da Vinci, die erst vergangenen März entdeckt worden war.

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Mehrere Experten untersuchten das Kunststück und waren sich einig: Es stammt vom Renaissance-Künstler Leonardo da Vinci.

Mehrere Experten untersuchten das Kunststück und waren sich einig: Es stammt vom Renaissance-Künstler Leonardo da Vinci.

Keystone/AP/Uncredited
Da Vincis bekannteste Gemälde «La Gioconda» (die Mona Lisa) hängt im Louvre in Paris.

Da Vincis bekannteste Gemälde «La Gioconda» (die Mona Lisa) hängt im Louvre in Paris.

epa/Horacio Villalobos

Das Pariser Auktionshaus Tajan zeigte am Montag erstmals Bilder einer Zeichnung von Leonardo da Vinci, die erst kürzlich entdeckt worden war. Ein pensionierter französischer Arzt hatte im März eine Mappe mit 15 Zeichnungen im Haus seines verstorbenen Vaters in Mittelfrankreich entdeckt und diese dem Kunstexperten Thaddée Prate (55) gezeigt.

Prate stach dabei eine Tuschzeichnung besonders ins Auge. Darauf ist der an einen Baum gefesselte Märtyrer Sebastian abgebildet. Prate hatte in dem Moment das Gefühl, dass es sich «um eine unglaubliche Entdeckung» handelte, doch um ganz sicher zu sein, zeigte er das Stück dem Da-Vinci-Kenner Patrick de Bayser. Auch er war der Meinung, dass es sich um eine der acht Zeichnungen handelte, die der Renaissance-Meister in seinem Codex Atlanticus erwähnte.

Besitzer will die Zeichnung behalten

Prate holte noch die Meinung der Kuratorin Carmen Bambach ein, einer Expertin in spanischer und italienischer Kunst des Metropolitan Museum of Art in New York. «Als ich die Zeichnung sah, traute ich meinen Augen nicht», sagt sie zum «Telegraph».

Die drei waren sich einig: Das Werk ist zweifelsohne der Feder von Leonardo da Vinci entsprungen. Nach Einschätzung von Bambach durfte der Maestro es zwischen 1482 und 1485 gemalt haben.

Die Experten schätzen den Wert der Zeichnung auf 16,2 Millionen Franken. Der Besitzer hat offenbar nicht die Absicht, das Kunststück loszuwerden. «Ich habe andere Interessen im Leben als Geld», sagte er, als Prate ihn anrief und die gute Nachricht erzählte.

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