Tödliche Kollisionen: In derselben Nacht wurden zwei Wölfe erfasst
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Tödliche KollisionenIn derselben Nacht wurden zwei Wölfe erfasst

In der Nacht auf den 27. Dezember sind im Kanton Graubünden zwei Jungwölfinnen verstorben. Bei Brigels wurde ein Tier von einem Zug angefahren, bei Trin von einem Auto.

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mig
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In der Nacht auf den 27. Dezember wurden in der Surselva zwei Wölfe überfahren. Eine Wölfin wurde bei Brigels von einem Zug erfasst, die zweite zwischen Trin und Tamins von einem Auto.

In der Nacht auf den 27. Dezember wurden in der Surselva zwei Wölfe überfahren. Eine Wölfin wurde bei Brigels von einem Zug erfasst, die zweite zwischen Trin und Tamins von einem Auto.

Keystone/Steffen Schmidt
Erst Mitte Dezember ist der Rückreise-Verkehr aus den Skigebieten einem Wolf zum Verhängnis geworden. Das Tier wurde in Tamins von einem Auto erfasst und getötet.

Erst Mitte Dezember ist der Rückreise-Verkehr aus den Skigebieten einem Wolf zum Verhängnis geworden. Das Tier wurde in Tamins von einem Auto erfasst und getötet.

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Zum Vergleich: So herzig waren die Wölfli wenige Wochen davor.

Zum Vergleich: So herzig waren die Wölfli wenige Wochen davor.

Amt für Jagd und Fischerei Graubünden

Am Stephanstag gegen 23 Uhr wurde bei Brigels eine Jungwölfin von einem Zug überfahren und getötet. Das Amt für Jagd und Fischerei des Kantons Graubünden vermutet, dass das Tier zum Valgronda-Rudel gehört. Dieses Rudel hatte 2019 zum ersten Mal Nachwuchs. Beheimatet ist das Rudel zwischen Ilanz, der Val Sumvitg und der Val Lumnezia.

Bei der zweiten Wölfin, die in derselben Nacht zwischen Trin und Tamins von einem Auto überfahren wurde, handelt es sich wahrscheinlich um ein letztjähriges Weibchen aus dem Calanda-Rudel. Die Kollision wurde umgehend gemeldet. Da am Unfallort nur ein paar Haare zu finden waren, musste die Wildhut eine Nachsuche durchführen. Das Tier wurde tot aufgefunden, wie es von den Behörden heisst.

Beide Wölfe werden nun zur genauen Identifizierung ins Zentrum für Fisch- und Wildtiermedizin der Universität Bern überführt.

Verändertes Verhalten im Winter

Auf Grund des Schnees in den höheren Lagen ist momentan vermehrt damit zu rechnen, dass sich Wölfe auf Futtersuche im Tal und in Siedlungsnähe aufhalten. Erst Mitte Dezember wurde in Tamins ein Wolf tödlich von einem Auto erfasst. Beobachtungen von Wölfen in Siedlungsnähe sollten jeweils beim zuständigen Wildhüter gemeldet werden.

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