Omikron-Variante im Ausland - Zahl der Neuinfektionen in Südafrika hat sich verdoppelt

Omikron-Variante im AuslandZahl der Neuinfektionen in Südafrika hat sich verdoppelt

Die Corona-Fallzahlen steigen wieder und die Omikron-Variante verbreitet sich rasch. Damit gibt es auch wieder strengere Massnahmen. Hier findest du alle News dazu im Ticker.

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Newsdesk
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1. Dezember
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US-Chefimmunologe Anthony Fauci gab am Mittwoch bekannt, dass die Omikron-Variante des Coronavirus ist erstmals in den USA nachgewiesen wurde.

REUTERS
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Gemäss Medienberichten planen die deutschen Behörden strenge neue Corona-Massnahmen.

imago images/Bildgehege
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Die neue Coronavirus-Variante Omikron ist bis Mittwoch in mindestens 23 Ländern entdeckt worden, wie aus dem Melderegister der WHO hervorgeht.

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Donnerstag, 02.12.2021

Grossbritannien bestellt 114 Millionen Dosen

Die britische Regierung hat 114 zusätzliche Dosen Corona-Impfstoffe bestellt. Wie Gesundheitsminister Sajid Javid am Mittwochabend mitteilte, bestellte die Regierung 60 Millionen zusätzliche Dosen des Moderna-Impfstoffs und 54 Millionen Dosen von Biontech/Pfizer. Das Land hat sich zum Ziel gesetzt, allen Erwachsenen innerhalb von zwei Monaten eine dritte Impfdosis zu verabreichen. Dies ist mittlerweile bereits drei Monate nach der letzten Impfung möglich.

Bislang wurden Javid zufolge insgesamt mehr als 115 Millionen Dosen in dem Land verabreicht. Die täglichen Infektionsraten sind nach wie vor hoch, obwohl mehr als 80 Prozent der Menschen ab 12 Jahren zweimal geimpft wurden und fast ein Drittel bereits eine Auffrischungsimpfung erhalten hat. Wie die Behörden am Mittwoch mitteilten, wurden mittlerweile 32 Fälle der neuen Omikron-Variante in Grossbritannien festgestellt.

Bei der Bekanntgabe der neuen Aufträge erklärte das Gesundheitsministerium, dass Grossbritannien sich weiterhin verpflichtet sieht, bis Mitte 2022 100 Millionen Impfdosen «an bedürftige Länder» zu spenden. Industrieländer wurden dafür kritisiert, dass sie nicht genügend für den Fortschritt der Impfkampagne weltweit tun. Experten warnen vor immer neuen Covid-Varianten, solange nur die reichen Länder ihre Bevölkerung immunisieren. (AFP)

Mittwoch, 01.12.2021

Verdoppelung der neuen Corona-Fälle in Südafrika

Die Anzahl der neu positiv auf Corona Getesteten hat sich in Südafrika binnen eines Tages verdoppelt. Von rund 52'000 Tests seien 8561 positiv gewesen, also 16,5 Prozent, berichtete das südafrikanische Institut für Ansteckende Krankheiten NICD am Mittwoch. Am Dienstag waren noch 4373 positive Fälle gemeldet worden, am Montag 2273.

Ob der sprunghafte Anstieg mit der neuen Variante Omikron zusammenhängt, ist noch nicht klar. Der Forscher Richard Lessells, der zur Entdeckung der Omikron-Variante B.1.1.529 beigetragen hatte, erklärte jedoch, der Mutant werde «schnell zur dominierenden Variante».

Bei einer Unterrichtung des südafrikanischen Parlaments sagte Lessells am Mittwochabend, die Zahl der Hospitalisierungen nehme zu und die nächsten Wochen würden zeigen, wie sich die neue Variante auswirke. Das Virus suche die Schwachen, um selbst weiterzuleben. «Impfungen sorgen dafür, dass man nicht ins Krankenhaus kommt, dass man nicht stirbt, und sie machen das selbst angesichts dieser neuen Variante gut», sagte er. Auch Masken und Abstandhalten blieben hilfreich.

Omikron-Variante erstmals in den USA nachgewiesen

Die Omikron-Variante des Coronavirus ist erstmals in den USA nachgewiesen worden. Festgestellt worden sei sie bei einer Person in Kalifornien, die am 22. November aus Südafrika eingereist und am 29. November positiv getestet worden sei, sagte der US-Chefimmunologe Anthony Fauci am Mittwoch im Weissen Haus.

DPA

Deutsche Behörden planen harte Massnahmen

An der Ministerpräsidentenkonferenz sollen am Donnerstag in Deutschland Beschlüsse zu neuen Corona-Massnahmen gefasst werden. Gemäss eigenen Angaben liegt die Beschlussvorlage Focus Online bereits jetzt vor. Dies sind demnach die wichtigsten Punkte der Konferenz:

  • Der Zugang zum Detailhandel soll in ganz Deutschland nur noch mit 2G möglich sein. Bisher konnten Massnahmen wie 3G, 2G oder 2G plus Test je nach Infektionslage von den Ländern beschlossen werden.

  • Strenge Kontaktbeschränkungen für Ungeimpfte im gesamten Bundesgebiet.

  • Maskenpflicht in Schulen für alle Klassenstufen.

  • Zugang zu Einrichtungen und Veranstaltungen in ganz Deutschland nur noch mit 2G.

  • Einschränkung von Grossveranstaltungen: Für Fussballspiele soll eine Obergrenze von 30 Prozent der Auslastung oder 10'000 Zuschauern gelten. Obergrenze von 5000 Personen an Veranstaltungen im Freien.

  • Bars und Clubs in Hotspots sollen geschlossen werden.

  • Der Bund-Länder-Krisenstab soll Impfungen und Impfstoffverteilung koordinieren: Geplant seien mehr als 30 Millionen Impfungen bis Weihnachten.

  • Eine Impfpflicht für Beschäftigte in Alters- und Pflegeheimen soll eingeführt werden. Bisher mussten alle Besucherinnen und Besucher sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter täglich eine negative Testbescheinigung vorlegen – auch Geimpfte.

  • Zudem soll im Deutschen Bundestag bald über eine allgemeine Impfpflicht entschieden werden. Schon ab Februar 2022 könnte diese gelten.

Omikron in mindestens 23 Ländern aufgetaucht

Die neue Coronavirus-Variante Omikron ist bis Mittwoch in mindestens 23 Ländern entdeckt worden. Das geht aus dem Melderegister der Weltgesundheitsorganisation (WHO) hervor, wie WHO-Direktor Tedros Adhanom Ghebreyesus am Mittwoch in Genf berichtete. Die Zahl werde mit Sicherheit steigen.

Wie gut die verfügbaren Impfstoffe bei einer Infektion mit der Omikron-Variante vor einem schweren Verlauf schützen, sei noch nicht klar, betonte Covid-19-Expertin Maria van Kerkhove. Die Studien brauchten Zeit. In Südafrika sei die Zahl der Krankenhauseinweisungen gestiegen, aber dies könne auf die Tatsache zurückzuführen sein, dass sich mehr Menschen infizieren, nicht, dass die Omikron-Variante einen schlimmeren Verlauf verursacht als andere Varianten.

DPA

Verschärfte Einreiseregeln in Frankreich

Frankreich verlangt bei der Einreise von Ungeimpften künftig einen PCR-Test, der höchstens 24 Stunden alt ist. Dies teilte Regierungssprecher Gabriel Attal am Mittwoch in Paris mit. Bislang betrug die Frist 48 Stunden. Wer geimpft oder genesen ist, braucht den Test nicht.

Die Corona-Lage in Frankreich verschlechtere sich zusehends, sagte Attal. Erstmals seit April liege die landesweite Sieben-Tage-Inzidenz wieder über 300. Dieser Wert gibt die Zahl der registrierten Neuinfektionen auf 100'000 Einwohnerinnen und Einwohner binnen einer Woche an. Die Zahl der Spitaleinweisungen von Corona-Patienten und -Patientinnen sei innerhalb einer Woche um 40 Prozent gestiegen, was zu einer wachsenden Belastung für die Kliniken werde.

Neben der mit rund 76 Prozent relativ hohen Impfquote baut Frankreich vor allem auf eine schnelle Auffrischimpfung für alle Menschen ab 18 Jahren. Acht Millionen Menschen hätten diese Boosterimpfung inzwischen erhalten, sagte Attal.

USA planen schärfere Test-Regeln

Die USA wollen nach Medienberichten ihre Regeln zur Vorlage von Corona-Tests bei der Einreise wegen der neuen Omikron-Variante verschärfen. Demnach darf ein Negativ-Test nach Vorstellungen der nationalen Gesundheitsbehörde CDC künftig höchstens 24 Stunden vor der Abreise in die USA gemacht worden sein. Bislang gilt eine Frist von drei Tagen. Zudem soll es nach Informationen der «Washington Post» möglicherweise Vorschriften zu verpflichtenden Tests und einer Zeit der Selbst-Isolierung nach der Einreise geben.

Ein CDC-Sprecher bestätigte der «New York Times» die geplanten Änderungen bezüglich der kürzeren Frist für vorgeschriebene Corona-Tests bei der Einreise. Dem Vernehmen nach soll die endgültige Fassung der Regeln von US-Präsident Joe Biden vorgestellt werden. Der Demokrat hat für Donnerstag eine Rede angekündigt, in der er darlegen will, wie die USA trotz Corona gut durch den Winter kommen wollen.

Bislang werden bei der Einreise in die USA sowohl Antigen- als auch PCR-Tests akzeptiert. Unklar war zunächst, ob es dabei bleibt. Sollten nur noch PCR-Tests akzeptiert, deren Auswertung in der Regel deutlich länger dauert, würde das Reisen in die Vereinigten Staaten erschweren. Ausländer müssen für die Einreise bereits seit November nachweisen, dass sie vollständig gegen das Coronavirus geimpft sind. Zuvor galten wegen der Pandemie strikte Einreisebeschränkungen.

Feierte Johnson illegale Lockdown-Partys?

Der britische Premierminister Boris Johnson hat einen Bericht über verbotene Lockdown-Partys in seinem Amtsitz in der Downing Street zurückgewiesen. «Alle Richtlinien sind von [Downing Street] Nummer 10 befolgt worden», sagte Johnson am Mittwoch im Londoner Unterhaus auf die Frage nach einer angeblichen Weihnachtsfeier im Dezember 2020, bei der sich Dutzende Mitarbeiter vergnügt haben sollen, während sich das Land im strikten Lockdown befand.

Der britische Premierminister Boris Johnson beim Verlassen seines Amtssitzes an der 10 Downing Street in London.

Der britische Premierminister Boris Johnson beim Verlassen seines Amtssitzes an der 10 Downing Street in London.

AFP

Der «Mirror» berichtete neben der angeblich von Johnson geduldeten Weihnachtsfeier noch von einer weiteren Party in der Downing Street im November 2020, bei der Johnson zum Abschied eines Beraters selbst eine Rede gehalten haben soll. Bei beiden Feiern sollen 40 bis 50 Menschen dabei gewesen sein, was unter den damaligen Corona-Beschränkungen illegal gewesen wäre. Eine vom «Mirror» zitierte, nicht-genannte Insider-Quelle erzählte: «Es war ein Corona-Alptraum.»

EU-Chefin von der Leyen will allgemeine Impfpflicht

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat sich dafür ausgesprochen, eine allgemeine Corona-Impfpflicht in der Europäischen Union zu prüfen. «Wir sollten möglicherweise über eine verpflichtende Impfung in der EU nachdenken», sagte sie am Mittwoch in Brüssel. Von der Leyen begründete dies mit der Ausbreitung der neuen Omikron-Variante und der Tatsache, dass ein Drittel der EU-Bürger und -Bürgerinnen bisher nicht gegen das Coronavirus geimpft ist.

Irland reagiert auf Gefahr durch Omikron

Auch Irland verschärft wegen der Omikron-Mutante die Einreisebestimmungen: Reisende, die per Flugzeug oder Schiff nach Irland kommen, müssen ab Freitag zusätzlich zu einem Impf- oder Genesenennachweis vor dem Einsteigen einen negativen Corona-Test vorweisen.

Das teilte das Gesundheitsministerium in Dublin am Mittwoch mit. Demnach dürfen PCR-Tests bei der Einreise höchstens 72 Stunden alt sein, für Antigen-Tests gilt eine Frist von 48 Stunden. Wer nicht geimpft oder genesen ist, braucht zwingend einen negativen PCR-Test. Kinder unter elf Jahren sollen voraussichtlich von der Testpflicht ausgenommen sein.

DPA

Omikron nun auch in Nigeria festgestellt

Die Omikron-Mutante ist nun auch im bevölkerungsreichsten Land Afrikas angekommen: Die Gesundheitsbehörden von Nigeria teilten am Mittwoch mit, dass drei Fälle aufgetreten und im Labor zweifelsfrei bestätigt worden seien. Alle drei Betroffenen seien unlängst in Südafrika gewesen.

Die WHO stuft die neue Variante wegen der grossen Zahl an Mutationen als «besorgniserregend» ein. Statistiken aus Südafrika deuten darauf hin, dass Omikron deutlich ansteckender ist als bisherige Varianten. Ob sie auch gefährlicher ist, wird derzeit von Wissenschaftlern weltweit untersucht.

AFP

Ungeimpfte lösen 75 Prozent der Corona-Ansteckungen aus

Wie eine neue Studie von Berliner und Erfurter Forschern zeigt, werden rund dreiviertel der Corona-Infektionen in Deutschland von Ungeimpften ausgelöst, dies schreibt die «NZZ». Die Erkenntnisse könnten auch für andere Länder gelten. Genauer gesagt: Es sind 67 bis 76 Prozent aller Neuinfektionen. In die Berechnungen der Studie rund um den Forscher Dirk Brockmann von der Humboldt-Universität in Berlin sind mehrere Faktoren einbezogen worden. Unter anderem wurden die Effektivität des Impfstoffs, die Impfquote oder wie viele Kontakte es in der Bevölkerung gab, in die Studie mit einbezogen.

Die Studie wurde unter anderem von Professor Dirk Brockmann geleitet.

Die Studie wurde unter anderem von Professor Dirk Brockmann geleitet.

Imago

Wichtig zu erwähnen dabei ist, dass es für die Impfeffektivität derzeit nur Schätzungen gibt. Deshalb haben die Forschenden zwei Szenarien entwickelt. Das erste geht davon aus, dass je nach Altersgruppe die Impfung von 72 bis zu 92 Prozent vor einer Ansteckung schützt. Das zweite berücksichtigt eine Impfeffektivität von nur noch 60 bis 50 Prozent. Dem Verlauf der Pandemie nach sei zu entnehmen, dass das erste Szenario der Realität gut entspreche, wie die Autoren in der Studie schreiben.

Betrachtet man das erste Szenario, ist davon auszugehen, dass rund 51 Prozent der Ansteckungen zwischen Ungeimpften stattfinden. Das Fazit der Forscher: In 91 von 100 Corona-Infektionen ist ein Ungeimpfter beteiligt, meist geht die Infektion von diesem aus.

Trotz Lockdown wieder fünfstellige Infektionszahlen in Österreich

Noch gestern gab es in Österreich verhaltenes Aufatmen: Die harten Massnahmen mit Lockdown und Ausgangsbeschränkungen schienen Wirkung zu zeigen, die Anzahl der registrierten Neuinfektionen ging auf 8186 zurück. Noch in der Vorwoche waren es im Schnitt täglich über 14'000 gewesen, am Mittwoch sogar 15'365

Doch nach zwei Tagen mit deutlich tieferen Zahlen schnellten die Fälle am Mittwoch wieder auf 10'367 hoch, es wurden 61 Todesfälle registriert. Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein warnt auch, dass sich die Kapazitätslage in den Spitälern in der Republik weiter zuspitzen dürfte. Am Mittwoch wurden in Österreich 2727 Patienten in Spitälern behandelt, 649 Menschen liegen auf Intensivstationen. Vielerorts müssen Triagen entscheiden, wer wie behandelt wird.

Omikron in Saudiarabien

Auch Saudiarabien hat einen ersten Infektionsfall mit der neuen Coronavirus-Variante Omikron gemeldet. Angesteckt habe sich ein Staatsbürger eines «nordafrikanischen Landes», hiess es in einer Meldung der staatlichen Nachrichtenagentur vom Mittwoch.

Die Person und deren enge Kontakte seien isoliert worden. Damit ist der erste Omikron-Fall in einem arabischen Golfstaat entdeckt worden.

WHO rät älteren Menschen vom Reisen ab

Nach dem Auftreten der neuen Omikron-Variante des Coronavirus hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) alle Risikopatienten und älteren Menschen ohne Impfschutz aufgerufen, ihre Reiseaktivitäten anzupassen. Menschen ab 60 Jahren und Menschen mit Vorerkrankungen wie Diabetes oder Krebs, die weder vollständig geimpft noch genesen sind, sollten Reisen in Länder und Regionen, in denen lokale Übertragungen der neuen Corona-Variante nachgewiesen wurden, verschieben, erklärte die WHO am Dienstag in Genf.

Allgemeine Reiseverbote, wie sie von zahlreichen Ländern verhängt wurden, wertete die WHO kritisch. Diese Verbote könnten die Ausbreitung der derzeit grassierenden Omikron-Variante des Corona-Virus «nicht verhindern». Zudem könnten sie sich negativ auf die künftige Bereitschaft der Staaten auswirken, die entscheidenden Gesundheitsdaten zu neu auftretenden Varianten zu übermitteln.

WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus rief die Regierungen mit Blick auf die neue Corona-Variante dazu auf, Ruhe zu bewahren und «rationale und verhältnismässige Massnahmen» zu ergreifen. «Die globale Reaktion muss ruhig, koordiniert und kohärent sein», sagte er. (AFP)

Omikron in Brasilien nachgewiesen

Die neue Omikron-Variante des Coronavirus ist erstmals in Lateinamerika nachgewiesen worden. Die Regierung des brasilianischen Bundesstaats São Paulo teilte am Dienstag mit, dass sich zwei Verdachtsfälle nach einer sogenannten Sequenzierung der Proben bestätigt hätten.

Bei den beiden Infizierten handelt es sich den Angaben zufolge um ein Ehepaar, das am 23. November aus Südafrika eingereist war. Die beiden waren nach ihrer Ankunft in São Paulo zunächst negativ getestet worden. Als sie sich vor ihrem Rückflug zwei Tage später erneut testen liessen, fielen die Corona-Tests positiv aus. (AFP)

Dienstag, 30.11.2021

Omikron in Brasilien

Brasilien hat als erstes Land in Südamerika Fälle der neuen Corona-Variante Omikron gemeldet. Die Gesundheitsbehörden teilten am Dienstag mit, zwei Reisende aus Südafrika seien positiv auf die Virusvariante getestet worden. Der 41 Jahre alte Mann und die 37-jährige Frau hätten sich isoliert. Sie seien am 25. November getestet worden und zeigten zu diesem Zeitpunkt leichte Symptome einer Corona-Erkrankung.

Brasilien fordert von Ausländern keine Corona-Schutzimpfung für die Einreise.

In den Emiraten sind alle einmal geimpft

Die Vereinigten Arabischen Emirate haben nach eigenen Angaben als erstes Land der Welt 100 Prozent der eigenen Bevölkerung mindestens einmal gegen Corona geimpft. Gut 90 Prozent der Menschen hätten bislang insgesamt zwei Impfdosen gegen das Virus erhalten, wie die Behörde für Krisen- und Katastrophenmanagement (NCEMA) mitteilte. Laut Daten der Johns-Hopkins-Universität (JHU) in Baltimore ist der Golfstaat damit auch Spitzenreiter weltweit bei der vollständigen Impfung. Insgesamt habe das Land fast 22 Millionen Impfdosen an seine knapp 10 Millionen Einwohner und Einwohnerinnen verabreicht, wie die NCEMA am Montag twitterte. Das Land boostert bereits.

Die Emirate verzeichnen derzeit täglich Neuinfektionen im zweistelligen Bereich. In der vergangenen Woche starben nach Angaben von JHU und NCEMA zwei Menschen mit oder an dem Virus. Das Land hatte von Anfang an ein hohes Tempo bei seiner Impfkampagne vorgelegt.

Die meisten Einwohner und Einwohnerinnen in den Emiraten sind Arbeitsmigranten und -migrantinnen aus Ländern wie Indien, Bangladesch und Pakistan. Nur ein Bruchteil sind Emiratis. Die Impfungen bekommen aber alle unabhängig ihrer Herkunft verabreicht.

Erster Omikron-Fall früher

Die neue Coronavirus-Variante Omikron geht offenbar schon länger in Westeuropa um als bislang angenommen. Darauf deutet eine Mitteilung des niederländischen Gesundheitsinstituts RIVM hin, wonach zwei lokale Infektionen mit der Mutante entdeckt worden seien, die bis zu elf Tage zurücklägen. Erste Berichte über Fälle der zunächst in Südafrika erkannten Corona-Variante gab es vergangene Woche. Das RIVM entdeckte Omikron-Spuren nach eigenen Angaben in Proben, die auf die Zeit vom 19. bis 23. November datieren.

Sie liegen damit zeitlich vor den positiven Omikron-Fällen unter den Passagieren, die am vergangenen Freitag aus Südafrika eingereist und am Amsterdamer Flughafen Schiphol getestet worden waren. (DPA)

Booster-Impfungen für alle Erwachsenen

Der britische Premierminister Boris Johnson hat allen Erwachsenen in seinem Land bis Ende Januar eine Booster-Impfung gegen das Coronavirus in Aussicht gestellt. «Wir werden alles daran setzen, um sicherzustellen, dass jeder, der infrage kommt, einen Booster angeboten bekommt», sagte Johnson am Dienstag in London. Dafür würden «provisorische Impfzentren wie Weihnachtsbäume aus dem Boden schiessen», fuhr Johnson fort.

Um die Frist bis Ende Januar einhalten zu können, sollen nach Angaben Johnsons mindestens 400 Militärangehörige den Gesundheitsdienst NHS unterstützen. Bereits knapp 18 Millionen Menschen haben in dem Land bereits eine Booster-Impfung erhalten.

Die Zahl der bestätigten Fälle von Infektionen mit der neuen Omikron-Variante stieg in Grossbritannien unterdessen auf 22. Die Regierung hatte bereits in der vergangenen Woche verschiedene Massnahmen angekündigt, um die Ausbreitung der Omikron-Variante zu verlangsamen, darunter eine Quarantänepflicht für alle Einreisenden bis zu Erhalt eines negativen Testergebnisses nach Ankunft sowie eine Rückkehr der Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln. Härtere Massnahmen lehnte Johnson jedoch weiterhin ab. (dpa)

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