Somalia statt Mekka: In die falsche Richtung gebetet
Aktualisiert

Somalia statt MekkaIn die falsche Richtung gebetet

Statt gen Mekka haben die indonesischen Moslems seit Monaten gen Afrika gebetet.

Am Montag gab die höchste religiöse Autorität des bevölkerungsreichsten muslimischen Landes der Welt, der indonesische Rat der Religionsgelehrten (MUI), zu, dass in einem im März von ihm herausgegebenen Edikt fälschlicherweise behauptet wurde, Mekka befände sich westlich von Indonesien. Mittlerweile wurden die Gläubigen angewiesen, ihre Gebete etwas weiter nach Norden zu richten.

«Nach einer sorgfältigen Untersuchung durch einige Kosmologen und Astronomen, kamen wir zu dem Schluss, dass sie Richtung Südsomalia und Kenia gebetet haben», sagte Ma'ruf Amin, ein prominentes Mitglied des Religionsgelehrtenrats. Die Gläubigen müssten sich aber keine Sorgen machen, dass ihre Gebete wegen des Kalkulationsfehlers nicht erhört worden seien. «Gott versteht, dass Menschen Fehler machen. Allah hört ihre Gebete immer», sagte Amin.

Indonesien ist eine säkulare Nation mit 237 Millionen Einwohnern, von denen 90 Prozent muslimisch sind. Der einflussreiche Rat der Religionsgelehrten veröffentlicht regelmässig Fatwas und Edikte - einige davon, etwa die gegen das Rauchen und gegen Yoga, sind durchaus umstritten. Viele der gläubigen Muslime befolgen diese Erlasse aber, da es als Sünde gilt, sie zu missachten. (dapd)

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