Verflucht?: In diesem Haus lebten angeblich 200 Dämonen
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Verflucht?In diesem Haus lebten angeblich 200 Dämonen

Es gilt als eines der verfluchtesten Häuser der USA: Das «Indiana Demon House» beherbergte angeblich über 200 Dämonen.

von
M. Steiger
Das Demon House in Gary, Indiana. Es wurde 2016 vom Geisterjäger Zak Bagans abgerissen. «Dieses Haus hat eine Persönlichkeit  und es ist böse.» sagt Bagans auf seinem Youtube-Channel.

Das Demon House in Gary, Indiana. Es wurde 2016 vom Geisterjäger Zak Bagans abgerissen. «Dieses Haus hat eine Persönlichkeit und es ist böse.» sagt Bagans auf seinem Youtube-Channel.

Ein Einfamilienhaus in Gary, Indiana, galt als eines der unheimlichsten Häuser der Welt, nachdem 2014 eine Frau und ihre drei Kinder behaupteten, von Dämonen besessen zu sein.

Geistersichtungen von Autoritätspersonen

Was am «Indiana Demon House» auffällt: Diverse Geistergeschichten werden von Autoritätspersonen bestätigt. So gibt es eine Geschichte über einen kleinen Jungen, der jeweils rückwärts die Treppe hochgeht. Diese Sichtung bestätigen nicht nur zwei Krankenschwestern, sondern auch der damalige Chef des Jugendamtes.

Der Polizeichef von Gary, Capt. Charles Austin, hat schon viele solcher Geschichten gehört. «Sie klingen zwar absurd, aber es gibt so viele von ihnen. Ich glaube daran.» erzählt der Familienvater dem «IndyStar».

Eine besessene Familie

2011 zog Latoya Ammons, eine junge Mutter, mit ihren drei Kindern in das Demon House – und spürte schnell, dass etwas nicht stimmt. «Wir hatten mitten im Winter plötzlich dicke, schwarze Fliegen auf der Veranda. Ich habe sie alle getötet, mehrfach, und sie kamen einfach immer wieder. Das ist nicht normal.» sagt Latoya dem «IndyStar».

Mitten in der Nacht hörte die Familie jeweils Schritte aus dem Keller, verschlossene Türen standen am nächsten Tag offen. Eines Nachts sah die Grossmutter der Kinder den Schatten eines Mannes, der das Wohnzimmer durchquert. Bei genauerer Nachforschung fand Latoyas Mutter sogar nasse Stiefelspuren – und das obwohl die Haustür noch immer verschlossen war.

Die Kirche als Geisterjäger

Eines Nachts geschah das undenkbare: Als Latoya das Zimmer Ihrer 12-jährigen Tochter betritt, findet sie das Mädchen nicht im Bett. Ihre Tochter schwebte angeblich rund einen Meter über dem Bett, ohnmächtig. Ein Umzug kam für die finanziell geschwächte Familie nicht in Frage, so wandte sich Latoya an die Kirche.

Mitglieder der Kirche bestätigen die Anwesenheit einer Macht oder mehrerer Geister und begannen, die paranormalen Erscheinungen auf ihrem Wege zu bekämpfen: Sie verbrannten Salbei, sie verbrannten Schwefel, aber nichts half. Als Latoya schliesslich Verhaltensveränderungen bei ihren Kindern bemerkte, musste eine radikalere Lösung her.

Gewalt unter den Geschwistern

Latoyas Kinder waren zu diesem Zeitpunkt 7, 9 und 12 Jahre alt. Sie begannen komische Grimassen zu ziehen und verkrampft zu lachen. Der jüngere der beiden Brüder ging gar mit einem Messer auf sein Geschwister los. Der Hausarzt der Familie, der nicht an paranormale Aktivitäten glaubte, rief das Jugendamt auf den Plan.

Der damalige Leiter des Jugendamts kam zu Besuch und sah so mit eigenen Augen, was später als «die besessenen Kinder» bekannt werden sollte: Einer der Jungen lief eine Wand hoch. Einfach so. In seinem Report schreibt der Leiter: «Er lief die Wand hoch, drehte sich um und stand da einfach. Das ist unmöglich.»

Exorzismus im 21. Jahrhundert

In ihrer Verzweiflung rief die gläubige Latoya einen Exorzisten. Aber auch dieser Versuch blieb erfolglos, die Familie wurde weiterhin von mysteriösen Vorfällen heimgesucht. Durch eine Spende der Kirche konnten Latoya und ihre Kinder das Haus schlussendlich verlassen – und liessen die Dämonen dort.

Gemäss einem Experten für Paranormales leben im Dämonenhaus über 200 Wesen – ein Exorzismus sei bei dieser Menge sowieso sinnlos. Nach dem Auszug von Ammons Familie kaufte Zak Bagans das Haus. Bagans ist ein in den USA berühmter Geisterjäger mit einer eigenen TV-Show.

Zu viele Dämonen für Dämonenjäger

Das Dämonenhaus war aber sogar ihm zu viel: Nach nur zwei Jahren liess er das ganze Gebäude abreissen. «Ich stehe auf unheimliches Zeug. Aber dieses Haus... Etwas in diesem Haus kann Dinge tun, die ich in meiner Karriere noch nie gesehen habe. Dinge, die ich einfach nicht rational erklären kann. Es ist fast als hätte das Haus selbst eine Persönlichkeit – und es ist böse.» sagt Bagans auf seinem Youtube-Channel.

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