Strände in Vigo: In diesem spanischen Ferienort kostet dich das Meer-Pinkeln 750 Euro 
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Strände in VigoIn diesem spanischen Ferienort kostet dich das Meer-Pinkeln 750 Euro 

Die galicische Stadtverwaltung hat ihre neue Strandordnung veröffentlicht. Neben zahlreichen anderen Verboten wird neu auch das Pinkeln am Strand und im Meer gebüsst. 

von
Dominik Fischer
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An den bei Feriengästen hochbeliebten Stränden von Vigo steht ab dieser Saison das Meer-Pinkeln unter Strafe. 

An den bei Feriengästen hochbeliebten Stränden von Vigo steht ab dieser Saison das Meer-Pinkeln unter Strafe. 

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Mit satten 750 Euro soll das Vergehen gebüsst werden. Doch wie lässt sich die Regel durchsetzen? 

Mit satten 750 Euro soll das Vergehen gebüsst werden. Doch wie lässt sich die Regel durchsetzen? 

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Auch an anderen Stränden und Feriendestinationen gibt es von Jahr zu Jahr einen Regel-Zuwachs. 

Auch an anderen Stränden und Feriendestinationen gibt es von Jahr zu Jahr einen Regel-Zuwachs. 

REUTERS

Darum gehts

Feriengäste in Spanien aufgepasst: Wer an den Stränden von Galicien ins Meer pinkelt, muss ab sofort mit einer Geldstrafe rechnen. Satte 750 Euro schlägt die galicische Stadtverwaltung in ihrer neuen Strandordnung für Personen an, die «den Strand oder das Meer als Toilette benutzen und erwischt werden», wie die «NZZ» schreibt.

Wer kontrolliert das neue Verbot?

Der einzige Haken daran: Wie erwischt man eine Person, die still und heimlich ins Meer pinkelt?  – Ein minimales Vergehen, dem sich wohl fast jeder und jede schon einmal schuldig gemacht hat. Tatsächlich lässt auch die Stadtverwaltung offen, wer die neuen Regeln kontrollieren wird, schreibt die Tageszeitung. Die Stadt Vigo plane aber, mehr öffentliche Toiletten an den Stränden aufzustellen, um dem Meer-Pinkeln entgegenzuwirken.

Auch weitere detaillierte Regeln sind in der Strandordnung für die 56 regionalen Strände festgehalten: So dürfe kein Abfall im Sand entsorgt werden und im Meerwasser keine Seife verwendet werden – Regeln, die klar umweltschädliches Verhalten unter Strafe stellen und sich zudem besser kontrollieren lassen. 

Hier steht sogar das Sandburgen-Bauen unter Strafe 

Immer mehr solcher Regeln sind in den letzten Jahren aufgestellt worden. So wurde beispielsweise im andalusischen Torrox verboten, sich mit Handtüchern und Sonnenschirmen Plätze am Strand zu reservieren. Das Einhalten der Vorschriften wurde dort sogar mit Patrouillen auf Quads kontrolliert, schreibt die «NZZ». 

Auch sonst gibt es an Feriendestinationen und Stränden kuriose Verbote: So sind in den All-inclusive Hotels auf Mallorca seit diesem Jahr nur noch sechs Drinks pro Tag kostenlos. Gleich an mehreren Ferienorten ist gar das Sandburgen-Bauen verboten. Am Strand von Eraclea bei Venedig, auf Teneriffa und auf den deutschen Inseln Sylt und Fehmarn kann man dafür gebüsst werden, auf Sylt kann das Bussgeld dabei satte 1000 Euro betragen. Grund: Personen könnten über die Burgen stolpern und sich verletzen.

Störst du dich über Sandburgen am Strand?

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