Überfüllte Wartezimmer: In diesem Spital soll nur noch Mami oder Papi das kranke Kind begleiten

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Überfüllte WartezimmerIn diesem Spital soll nur noch Mami oder Papi das kranke Kind begleiten

Der hohe Patientenandrang am Kantonsspital Freiburg sorgt auch für rappelvolle Wartesäle. Nun reagiert die Spitalleitung. Bei Kindern wird dringend empfohlen, dass nur ein Elternteil mitkommt.

von
Gabriela Rullo
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Kindernotaufnahmen sind schweizweit überlastet. Das Kantonsspital Freiburg kämpft mit überfüllten Wartezimmern.

Kindernotaufnahmen sind schweizweit überlastet. Das Kantonsspital Freiburg kämpft mit überfüllten Wartezimmern.

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In überfüllten Warteräumen besteht die Gefahr, dass sich auch gesunde Kinder anstecken.

In überfüllten Warteräumen besteht die Gefahr, dass sich auch gesunde Kinder anstecken.

Tamedia AG
Das Kantonsspital Freiburg empfiehlt dringend, dass nur ein Elternteil ohne Geschwister das kranke Kind ins Spital begleitet.

Das Kantonsspital Freiburg empfiehlt dringend, dass nur ein Elternteil ohne Geschwister das kranke Kind ins Spital begleitet.

20min/Vanessa Lam

Darum gehts

  • Das Kantonsspital Freiburg empfiehlt dringend, dass nur ein Elternteil das kranke Kind begleitet. 

  • Die Bronchiolitiswelle ist dieses Jahr zwei Monate früher eingetroffen und überlastet schweizweit Kindernotaufnahmen.

  • Platz- und Personalmangel erschweren die Situation.

Zahlreiche Fälle von Bronchiolitis und anderen viralen Infekten führen zur Überlastung der Kindernotaufnahme des Kantonsspitals Freiburg (HFR). Der hohe Patientenandrang sorgt auch für überfüllte Wartezimmer; die meisten der kranken Kinder werden von ihren Eltern sowie ihren Geschwistern begleitet. Das Spital rate Familien deshalb dringend, sich auf eine Begleitperson zu beschränken, schreibt das HFR in einer Medienmitteilung.

«Neben dem Platzproblem besteht das Risiko, dass sich gesunde Kinder mit einem Virus anstecken», lässt sich Cosette Pharisa Rochat, leitende Ärztin Pädiatrie, in der Mitteilung zitieren. Anfang November sprach Pharisa Rochat über die steigende Zahl der viralen Infektionen bei Kindern und sagte gegenüber «Frapp»: «Durch die Schutzmassnahmen der Pandemie sind viele Kinder nicht mit diesen Viren in Kontakt gekommen. Jetzt erkranken sie leichter.»

Frühzeitige Welle

Bronchiolitis ist eine Virusinfektion, die spezifisch Kinder und Säuglinge unter 24 Monaten infiziert. Die Krankheit befällt die Atemwege, genau genommen die Bronchiolen. Es sei schon bekannt, dass Bronchiolitis saisonal vorkomme, doch die Welle habe dieses Jahr früher als gewohnt begonnen – anstatt im Dezember seien die Fälle schon im Oktober rasant gestiegen, sagt HFR-Kommunikationsleiterin Catherine Favre. 

Die Problematik sei schweizweit ein Thema: «Da alle Schweizer Krankenhäuser mit der gleichen Überlastung zu kämpfen haben, ist es sehr schwierig geworden, Patienten zu verlegen, da alle Betten belegt sind.» Es finde eine tägliche Koordination zwischen den pädiatrischen Abteilungen der Schweizer Krankenhäuser statt, um verfügbare Betten auf nationaler Ebene zu verwalten. Das HFR habe ausserdem auch seine Ausrüstung aufgestockt – beispielsweise Sauerstoffanschlüsse. Doch Favre betont: «Wir sind sowohl personaltechnisch  als auch räumlich eingeschränkt.» 

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