11.09.2020 09:38

Gastgewerbe, Industrie und BauIn diesen Branchen arbeiten
die meisten Ausländer

Viele Firmen sind auf ausländische Arbeitskräfte angewiesen, denn es fehlen die einheimischen Spezialisten. Darum lehnen zahlreiche Branchen die Begrenzungsinitiative ab.

von
Barbara Scherer
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In der Erziehung beträgt der Ausländeranteil 19 Prozent.

In der Erziehung beträgt der Ausländeranteil 19 Prozent.

Foto: Keystone
Im Gesundheits- und Sozialwesen arbeiten 23 Prozent Ausländer.

Im Gesundheits- und Sozialwesen arbeiten 23 Prozent Ausländer.

Foto: Keystone
Im Banken- und Versicherungsbereich sind 24 Prozent der Angestellten Ausländer.

Im Banken- und Versicherungsbereich sind 24 Prozent der Angestellten Ausländer.

Foto: Keystone

Darum gehts

  • In der Schweiz arbeiten viele ausländische Arbeitskräfte.
  • 44 Prozent der Mitarbeitenden im Gastgewerbe und in der Hotellerie sind Ausländer.
  • Darum lehnen viele Branchen die Begrenzungsinitiative ab.

Am 27. September stimmt die Schweiz über die Begrenzungsinitiative ab. Wird diese angenommen, müsste die Schweiz innerhalb von einem Jahr das Abkommen zur Personenfreizügigkeit mit der EU kündigen. Dann könnten Personen aus der EU nicht mehr einfach einwandern und in der Schweiz arbeiten.

Das bereitet vielen Branchen Sorgen. Denn grosse Teile der Schweizer Wirtschaft sind auf ausländische Arbeitskräfte angewiesen. So stammen 44 Prozent der Mitarbeitenden im Gastgewerbe aus dem Ausland,
wie die «Handelszeitung» schreibt.

Zu wenige Schweizer Spezialisten

Einen grossen Ausländeranteil weist auch die Immobilienbranche auf mit 36 Prozent. Dass viele Branchen auf ausländische Angestellte setzen, liegt daran, dass die inländischen Spezialisten fehlen. So gab es im Kanton Zürich vor Corona auf 13’000 Stellen im Maschinenbau gerade einmal 71 arbeitslose Polymechaniker.

Findet eine Firma keinen Angestellten aus der Schweiz, können Arbeitskräfte aus dem Ausland dank der Personenfreizügigkeit relativ einfach rekrutiert werden. Dabei dürfen EU-Bürger das Bleiberecht nur über einen Jobvertrag erhalten.

In welchen Branchen besonders viele Ausländer arbeiten, erfährst du in der Bildergalerie oben.

Begrenzungsinitiative

Die Initiative der SVP verlangt, dass die Schweiz die Zuwanderung wieder autonom kontrollieren kann.
Bei einer Annahme der Initiative soll die Schweiz innerhalb eines Jahres die Personenfreizügigkeit mit der EU auf dem Verhandlungsweg ausser Kraft setzen. Gelingt dies nicht, soll das Freizügigkeitsabkommen gekündigt werden.

Am 9. Februar 2014 nahm das Volk die Masseneinwanderungsinitiative der SVP an, welche die Zuwanderung mit Höchstzahlen und Kontingenten bremsen wollte. Es folgte ein langes Hickhack
um die Umsetzung. Beschlossen wurde schliesslich nur eine Stellenmeldepflicht. Daraufhin lancierte
die SVP die BGI. Der Bundesrat, die Kantone, Gewerkschaften und Wirtschaftsverbände sprechen sich gegen die Initiative aus.

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154 Kommentare
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Zenaida

12.09.2020, 23:58

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Meier

12.09.2020, 10:51

Darum hat es soviel Baustellen auf den Straßen. Wann wird die Schweiz übernommen, ihr Namen geändert und die Hymne angepasst?

88

12.09.2020, 06:44

Bitte JA stimmen