Fashion-Cafés von Modemarken

Im Choo-Café von Jimmy Choo gibt es High Tea und Keramik zu ergattern. Auch andere Modehäuser zelebrieren mit ihren Fashion-Cafés Food.

Im Choo-Café von Jimmy Choo gibt es High Tea und Keramik zu ergattern. Auch andere Modehäuser zelebrieren mit ihren Fashion-Cafés Food.

Jimmy Choo
Publiziert

Von Jimmy Choo bis FendiIn diesen Fashion-Cafés wird stilvoll geschlemmt  

Immer mehr Modelabels eröffnen modisch gestaltete Cafés und Restaurants. Wir erklären, was dahinter steckt und zeigen dir die besten Spots.

von
Luise Faupel

Das Luxusmodehaus Jimmy Choo hat ein Pop-up-Café im Londoner Kaufhaus Harrods eröffnet. Das sogenannte «Choo-Café» des Labels, das vor allem für sein Schuhwerk bekannt ist, befindet sich passenderweise in der Schuhabteilung.

Serviert wird English High Tea: Tee, Champagner, frische Erdbeeren, Patisserie und klassische Picknick-Sandwiches werden von den Harrods-Starköchen kreiert und noch bis Ende September 2022 in modischer Atmosphäre verputzt.

Das von Jimmy Choo gegründete Choo-Café bei Harrods: Perfekt für Instagram-Posts.

Das von Jimmy Choo gegründete Choo-Café bei Harrods: Perfekt für Instagram-Posts.

Jimmy Choo

Die Törtchen und Sandwiches sind natürlich fast zu schön, um gegessen zu werden. Gut, dass alles mit Instagram-Fotos festgehalten und so auch gleich die neue Jimmy-Choo-Keramik promotet werden kann. Was für ein Coup! 

Fendi, Fashion, Food

Auch viele andere Modemarken sind in der Vergangenheit von Fashion zu Food gegangen, um ihre Produkte mal auf anderem Wege unter die Leute zu bringen. 2019, auch bei Harrods, war das etwa das italienische Modeunternehmen Fendi:

Seitdem hat die Marke Gefallen daran gefunden, verschiedene Cafés in verschiedenen Städten zu eröffnen. Seit Mai 2022 gibt es das «Fendi-Café» im 70s-Look in Miami:

Lädt ein Modehaus zum Dinieren, spielt natürlich nicht nur das Essen, sondern auch die Inneneinrichtung eine grosse Rolle. Das «Fendi-Café» wurde von Modeillustrator Antonio Lopez gestaltet. 

Und dann wäre da noch die im Sommer 2022 im Zuge der Designmesse Salone del Mobile eröffnete Fendi-Bar in Mailand. Sie hat vor allem die Aufgabe, eine neue Tableware-Kollektion zu promoten. 

Louis Vuitton als Café und Restaurant

Auch eines der weltgrössten Modeunternehmen, Louis Vuitton, nimmt seit längerem am Trend teil. 2020 hatte es die Eröffnung von Café und Restaurant zugleich verkündet. Das «Le Café V» und das «Sugalabo V» in Japan kooperieren mit dem japanischen Küchenchef Yosuke Suga.

Food verbindet Fashion People 

Es ist aber nicht nur das Promoten von neuen Interior-Kollektionen, das Modeunternehmen dazu bringt, wenn auch nur kurzfristig, in die Gastro-Branche zu wechseln. Vielmehr ist es das, was Food eben kann: für schöne und vor allem genussvolle Momente sorgen.

Warst du schon mal in einem Fashion-Café?

Es gibt wohl kein besseres Marketing für ein Fashionlabel, als der Genuss von leckerem Essen, bevor man sich die neue Handtasche kauft. Oder das neue Armband, nachdem man einen Kaffee im «Blue Box Café» vom Juwelier Tiffany & Co. getrunken hat.

Eine ausgefuchste Strategie. Peter Baldaszti, Miteigentümer und Geschäftsführer des ungarischen Modelabels Nanushka, hat Cafés in den Läden der Marke in Budapest, London und New York eröffnet. Er hofft dadurch jüngere Kundinnen und Kunden, «die in fünf Jahren unsere Stammkunden sein könnten», dazu zu bringen, in seinem Geschäft einzukaufen.

Zwei Unternehmen führen

Die Herausforderung für die Modehäuser: Restaurants brauchen meistens circa zwei Jahre, um den Breakeven zu erreichen. Tricky, wenn man hauptsächlich eine ganz andere Art Unternehmen führt. Deshalb handelt es sich bei den Mode-Cafés meistens um Joint Ventures oder zeitlich begrenzte Pop-up-Cafés.

Und je nachdem kann auch ein Restaurant gutes Geld reinbringen: Das «Sugalabo V» von Louis Vuitton verlangt 59 Dollar für ein Glas Champagner. Ein Schnäppchen im Gegensatz zur Luxustasche. Dennoch ein (modisches) Erlebnis.

Fashion-Cafés sind ikonisch

So ganz neu ist die Idee mit dem Café aber nicht. Modedesigner Ralph Lauren führt seit Jahren sein erfolgreiches «Ralph’s Restaurant» in Paris. Natürlich im für Ralph Lauren bekannten Preppy Look.

Die Ikone unter den Fashion-Cafés war die Restaurantkette «Fashion-Café» in New York. Gegründet wurde diese 1995 im Rockefeller Center und Investorinnen und Werbeträgerinnen waren niemand geringeres als die Models Naomi Campbell, Elle Macpherson, Claudia Schiffer und Christy Turlington.

Leider scheiterte das «Fashion-Café» nach kurzer Zeit. Umso schöner, dass andere Modelabels die Idee mit dem Café dennoch fortführen. 

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