17.09.2020 07:33

WohnungswechselIn diesen Schweizer Städten wird am häufigsten umgezogen

In der Stadt Zürich wird am meisten umgezogen – in Lugano am wenigsten. Wegen der Corona-Krise sind die Umzüge im Frühling in der ganzen Schweiz aber stark eingebrochen.

von
Barbara Scherer
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In Grossstädten ziehen die Leute am meisten um.

In Grossstädten ziehen die Leute am meisten um.

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Grund für die höheren Umzugsquoten in den Grossstädten ist laut Homegate unter anderem der höhere Einwanderungsanteil.

Grund für die höheren Umzugsquoten in den Grossstädten ist laut Homegate unter anderem der höhere Einwanderungsanteil.

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Spitzenreiter ist Zürich: Die Umzugsquote liegt bei über 13 Prozent.

Spitzenreiter ist Zürich: Die Umzugsquote liegt bei über 13 Prozent.

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Darum gehts

  • In Zürich, Bern und Luzern finden die meisten Umzüge in der Schweiz statt.
  • In Basel, Genf und Lugano am wenigsten.
  • Wegen der Pandemie sind die Umzüge im Frühjahr drastisch eingebrochen.

Zürcher leben im Schnitt 7 Jahre in einer Wohnung – dann wird umgezogen. Damit wird in Zürich am häufigsten umgezogen: Die Umzugsquote liegt bei über 13 Prozent, wie der Umzugsreport des Immobilienportals Homegate.ch zeigt.

Auf Platz zwei mit über 12 Prozent landet Bern. Am wenigsten umgezogen wird in Lugano mit 7 Prozent. Grund für die höheren Umzugsquoten in den Grossstädten ist laut Homegate unter anderem der höhere Einwanderungsanteil. In Zürich macht dieser ein Viertel aus, in Genf und Lausanne sogar je rund ein Drittel.

Zürcher ziehen innerhalb der Stadt um

In Zürich wird besonders viel innerhalb der Stadt umgezogen, wobei rund 70 Prozent der innerstädtischen Umzüge mit einem Quartierwechsel verbunden sind. Vor allem in den westlichen Stadtquartieren Hard, Sihlfeld und Escher-Wyss ziehen die Menschen fleissig um.

Viele Wechsel finden zudem zwischen den am Rande liegenden Wohnquartieren statt, zum Beispiel zwischen Altstetten und Albisrieden oder Schwamendingen und Oerlikon. Werden die Stadtgrenzen verlassen, ziehen die Leute in die Nähe des vorherigen Wohnquartiers: von Zürich-Altstetten zieht die Mehrheit der Haushalte in dem Fall nach Schlieren oder Dietikon.

Corona verhindert Umzüge

Im April brachen die Umzüge schweizweit um 6 Prozent ein. Schuld daran ist die Corona-Krise und die damit zusammenhängenden Massnahmen. Denn der Bundesrat riet zu Beginn der Pandemie vom Umziehen ab. In der Westschweiz und im Tessin wurde darauf bis zu 30 Prozent weniger umgezogen.

Allgemein gingen die in der romanischen Schweiz verhängten Restriktionen weiter als diese des Bundes: In Genf und im Tessin wurden zeitweise Baustellen geschlossen. Auch Wohnobjekte konnten damit nicht fertiggestellt werden.

Seit Juni ziehen die Schweizer wieder mehr um: Im Vergleich zum Vorjahr fanden dann sogar 10 Prozent mehr Umzüge statt.

Kleine Haushalte sind am mobilsten

Von Januar bis Dezember 2019 sind knapp 425’000 Haushalte innerhalb der Schweiz umgezogen. Damit liegt 2019 in einem sehr ähnlichen Rahmen wie die letzten drei Jahre. Die Zuzüge aus dem Ausland liegen mit rund 65’000 ganz wenig unter dem langjährigen Durchschnitt, aber etwas höher als bei der Umzugsstudie vor drei Jahren. Die Umzugsquote lag 2019 bei 9,3 Prozent, damit wechselte rund jeder 11. Haushalt in der Schweiz die Wohnung. Am mobilsten sind kleinere Haushalte mit ein oder zwei Personen.

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45 Kommentare
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SP Basler SM

18.09.2020, 07:07

Schlechte ÖK Bilanz, die Zürcher sollten ein paar Klimafranken für das extrem viele umzieherei bezahlen

M Graf

18.09.2020, 07:02

Solange sich hier jeder Niederlassen kann und das sogar ohne Arbeit ändert sich das nie

Joe le Taxi

18.09.2020, 00:25

Logo will ja niemand dort leben mit diesen Menschen