07.12.2017 07:28

Langstrassenquartier ZürichIn dieser ehemaligen Post kann man bald wohnen

Die Post will in ihrem leerstehenden Gebäude beim Helvetiaplatz auf drei Etagen Wohnungen einrichten. Für die geplanten Ladenlokale gebe es bereits Interessenten.

von
rom
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Die ehemalige Post Aussersihl mit mehreren Bürogeschossen steht zum grössten Teil leer.

Die ehemalige Post Aussersihl mit mehreren Bürogeschossen steht zum grössten Teil leer.

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Nun will die Post das Gebäude (links) umbauen: In den Etagen 1 und 2 sind Büros vorgesehen, in den Etagen 3 bis 5 Wohnungen.

Nun will die Post das Gebäude (links) umbauen: In den Etagen 1 und 2 sind Büros vorgesehen, in den Etagen 3 bis 5 Wohnungen.

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Im Erdgeschoss gibts Läden.

Im Erdgeschoss gibts Läden.

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Ein Aufschrei ging durch das Zürcher Langstrassen-Quartier, als die Schweizerische Post bekannt gab, dass sie ihre Filiale an der Molkenstrasse 8 unmittelbar beim Helvetiaplatz schliessen wird. Genützt hat es nichts: Seit September ist die Post im 1. Stock, die über eine Rolltreppe erreichbar war, Geschichte. Die Quartierbewohner müssen sich mit einer Agentur in der Papeterie gegenüber begnügen oder zur Sihlpost marschieren.

Nun ist klar, was die Post mit dem Gebäude vorhat: Im 1. Stock, wo früher die Schalterhalle war, und im 2. Stock sind Büros vorgesehen. In der 3. bis 5. Etage, wo bislang primär Büros zu finden sind, soll künftig gewohnt werden. Konkret geht es um 20 Mietwohnungen mit 1,5 bis 3,5 Zimmern, wie Oliver Flüeler, Sprecher der Schweizerischen Post, eine Bauausschreibung im «Tagblatt der Stadt Zürich» präzisiert.

«Marktübliche Mieten»

Der Bezug der Wohnungen ist für das zweite Quartal 2019 geplant, wenn laut Flüeler in Sachen Bewilligungsprozess, Planung und Umsetzung alles rundläuft. «Vermietet werden die Wohnungen zu marktüblichen Mieten», sagt er.

Sicher ist zudem: Im Erdgeschoss ist kein Gastrobetrieb vorgesehen, dafür fehle unter anderem die notwendige Aussenfläche. Dafür gibt es Ladenlokale. Flüeler: «Wir sind mit Interessenten im Gespräch, mehr lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt nicht benennen.»

Der Umbau zu Wohnungen kommt nicht von ungefähr: «Es hat sich hier die Situation ergeben, dass praktisch gleichzeitig mit der Umwandlung der Poststelle mehrere Büromieter gekündigt haben, was das Projekt mit der Umwandlung von Geschoss 3 bis 5 von Büro in Wohnungen erst veranlasst hat», so Flüeler. Ein einziger Büromieter verbleibe im Haus.

Die Post bleibt in Besitz des Gebäudes, wird jedoch künftig keine Flächen mehr nutzen – mit einer kleinen Ausnahme: Die Postomaten sollen erhalten bleiben.

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