Skifahren im Limmattal: «In Dietikon hat es ja mehr Schnee als in Laax»
Aktualisiert

Skifahren im Limmattal«In Dietikon hat es ja mehr Schnee als in Laax»

Grossandrang am Eröffnungstag im kleinen Skigebiet von Dietikon ZH: Die Wintersportler loben die Pistenverhältnisse – einzig eine Après-Ski-Bar vermissen manche.

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Das tiefstgelegene Skigebiet der Schweiz in Dietikon ZH ist seit Montag, 29. Dezember, offen - eine Tafel sorgt für Gewissheit.

Das tiefstgelegene Skigebiet der Schweiz in Dietikon ZH ist seit Montag, 29. Dezember, offen - eine Tafel sorgt für Gewissheit.

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Schon kurz nach der Öffnung tummelten sich Dutzende mit Ski, Schlitten und Snowboards am Weinberg auf rund 460 bis 490 Metern über Meer.

Schon kurz nach der Öffnung tummelten sich Dutzende mit Ski, Schlitten und Snowboards am Weinberg auf rund 460 bis 490 Metern über Meer.

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Den Bügel richtig greifen will gelernt sein.

Den Bügel richtig greifen will gelernt sein.

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Über 20 Zentimeter Schnee und Gratisfahrten lockten am Montag Hunderte Wintersportler zur Saisoneröffnung des Skilifts von Dietikon ZH – laut eigenen Angaben der «tiefstgelegene» der Schweiz. «Mega, dass der Hang jetzt schon voller Leute ist», sagt Armin Strässle, Leiter Jugend und Freizeit.

Wer mit dem Lift hochfahren wollte, brauchte tatsächlich Geduld – die Warteschlange war lang. «Die Piste ist zwar kurz, aber es macht Spass», sagt Snowboarder Rafael Guggisberg (28) aus Zürich-Höngg. «Es ist für mich quasi ein Warm-up – nächste Woche gehts dann ins Wallis nach Fiesch.»

Unten eisig, oben Tiefschnee

Ebenfalls zum Aufwärmen nutzt Familie Hostettler aus Bergdietikon das kleine Skigebiet: «Wir wollten eigentlich heute nach Laax, aber hier hat es mehr Schnee – deshalb fahren wir erst am Abend ins Bündnerland», sagt Mutter Claudia (45). Laax-Dorf meldete am Montag 5 Zentimeter Schnee. Die Piste sei tipptopp – unten zwar eisig, oben jedoch herrlicher Tiefschnee.

Vom Tiefschnee schwärmt auch Skifahrer Beni Huber (39) aus Dietikon: «Zudem zeige ich meinen Kindern hier, wo ich Skifahren gelernt habe.» Sie seien am Sonntag in der Ibergeregg gewesen, am Dienstag gehe es nach Flims. «Dietikon schieben wir dazwischen – das Einzige was hier fehlt, ist eine Aprés-Ski-Bar», sagt er schmunzelnd.

Heisser Punsch zum Aufwärmen

Immerhin heissen Punsch hat die Stadt Dietikon im Angebot. Wer allerdings Hunger hat, muss sich selbst zu helfen wissen – so wie Norina Meier (33) aus Oetwil an der Limmat, die zusammen mit ihrem Sohn Marco (4) auf Ski die Piste runtersaust: «Wir haben auch schon den Pizzakurier zum Skilift bestellt.»

Bis auf Weiteres ist der Skilift täglich von 10 bis 16 Uhr in Betrieb – solange es die Schneeverhältnisse zulassen. Eine Tageskarte für Kinder kostet fünf, für Erwachsene acht Franken. ÖV-Benützer gelangen mit der Buslinie 325 zum Skigebiet.

«Pulver gut» auch im Oberland

Auch die Skilifte im Zürcher Oberland haben ihren Betrieb aufgenommen. Einen tagesaktuellen Wintersportbericht und Informationen über die Schneeverhältnisse und geöffnete Skilifte gibt es auf der Web-Karte von Zürioberland Tourismus.

Mit zwölf Skiliften bietet das Zürcher Oberland insgesamt gut 21 Pistenkilometer. Die kleinen Skigebiete sind vor allem durch ihre Nähe attraktiv und locken Wintersportler jeden Alters. Vom Ponylift über Schlepplifte und Sesselbahnen bis zu Schlittelpisten ist für jeden etwas dabei, wie Zürioberland Tourismus am Montag mitteilte.

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