Rolf Schrepfer: «In einem Final ist man nicht müde»

Aktualisiert

Rolf Schrepfer«In einem Final ist man nicht müde»

Fast wie die Jungfrau zum Kind kann Rolf Schrepfer (35) zum vierten Meistertitel kommen. Nachdem er die Saison beim HC Thurgau in der NLB begonnen hat, verstärkt der Stürmer in den Playoffs die Kloten Flyers.

von
Peter Berger

Rolf Schrepfer, was ist das für ein Gefühl, nach einer Saison bei Thurgau in der NLB um den Meistertitel spielen zu können?

Rolf Schrepfer: Das kann man fast nicht beschreiben. Das macht enorm Spass. Ich rechnete nicht mehr damit, in der NLA zu spielen, war schon fast in den Ferien, als der Anruf kam. Jetzt habe ich nach den zwei Titeln mit dem ZSC und jenem mit Bern wohl die letzte Chance, nochmals Meister zu werden. Diese will ich nutzen.

Welches ist Ihre Rolle im Team?

Ich spiele in der vierten Linie und kann den jungen Spielern mit meiner Routine helfen.

Davos scheint extrem müde zu sein. Rechnen Sie mit einer kurzen Serie?

Quatsch. Nur weil deren Trainer überall jammert, stimmt das noch lange nicht. In einem Playoff-Final ist man nicht müde.

Aber Kloten ist Favorit?

Davos ist zum sechsten Mal in acht Jahren im Final. Das zeigt, wie stark das Team ist. Aber wir trauen uns natürlich auch viel zu.

Kloten fehlt nach zehn Tagen Pause der Rhythmus.

Ja, aber nach 20 Minuten ist das kein Problem mehr.

Liebäugeln Sie mit einer Rückkehr in die NLA?

Bei Thurgau habe ich noch einen Vertrag als Spieler-Assistenztrainer bis 2010. Nun sehe ich aber, dass ich in der NLA noch mithalten kann.

Sie könnten auch als Meister auf dem Höhepunkt abtreten.

Solche Gedanken gingen mir auch schon durch den Kopf. Aber warten wir erst einmal ab.

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