Aktualisiert 13.06.2014 08:50

Stein um SteinIn Ermatingen wird um die Wette geschiefert

Andy Hostettler vermarktet Ermatingen am Untersee als langweiligsten Ferienort der Schweiz. Nun hat er eine neue Idee: eine Schiefermeisterschaft.

von
jeh

Was tut man, wenn man gelangweilt am See sitzt? «Schiefersteine werfen», sagt der Hotelier und Unternehmer Andy Hostettler. Genau diese Tatsache will er nun nutzen und eine Schweizer Meisterschaft im Schiefern organiseren. Das Ganze findet im thurgauischen Ermatingen statt, dem «langweiligsten Ferienort der Schweiz».

Die Teilnehmer müssen es schaffen, ihre Steine so oft wie möglich über das Wasser zu schiefern. Derjenige, der am Ende der Veranstaltung die Höchstzahl erreicht hat, nimmt an den Schieferweltmeisterschaften auf der schottischen Easdale Island teil. Damit alles mit rechten Dingen zugeht, wird Hostettler ein Boot auf dem See positionieren, das eine Kamera an Bord hat. «So können wir alle Würfe genau kontrollieren», sagt Hostettler.

Zusätzlich möchte er professionelle Hilfe aus Schottland einfliegen. «Ich stehe in engem Kontakt mit den schottischen Veranstaltern und möchte sie als Schiedsrichter bei uns haben.» Damit dies möglich ist, sucht Hostettler momentan Sponsoren, die den Schotten den Flug in die Schweiz finanzieren sollen. «Für Verpflegung und Übernachtungen ist gesorgt», so der Hotelier.

Spass steht im Vordergrund

Damit die Teilnehmer das richtige Material zu Verfügung gestellt bekommen, hat sich Hostettler bei einem Geologen informiert, wo sich das beste Schiefermaterial finden lässt. «Ich werde mich nächsten Monat auf den Weg nach Landquart machen und dort am Rhein nach passenden Steinen suchen.» Den Teilnehmern sei es auch gestattet, ihre eigenen Steine mitzunehmen.

Mit diesem Event möchte Hostettler erreichen, dass Ermatingen noch ein wenig bekannter wird. «Der Spass steht aber an erster Stelle», so der Organisator. Die Reaktionen aus dem Dorf seien durchwegs positiv, wie Hostettler begeistert sagt. «Die Bewohner freuen sich auf den Anlass und werden teilweise auch teilnehmen.»

Der Ermatinger Unternehmer und touristische Vermarkter machte Ende März von sich reden, als er das kleine Fischerdorf am Untersee als den langweiligsten Ferienort der Schweiz vermarktete. Mit Erfolg, wie er selbst sagt. «Ich habe schon einige Leute aus allen Ecken der Schweiz getroffen, die hier bei uns am See ihre Freizeit geniessen.»

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.