Mindestens eine Dosis - In Frankreich herrscht ab heute Impfpflicht für Pflegepersonal
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Mindestens eine DosisIn Frankreich herrscht ab heute Impfpflicht für Pflegepersonal

Beschäftigte in einem Spital oder Pflegeheim, aber auch bei der Feuerwehr, im Zivilschutz oder der Gendarmerie droht die Suspendierung, sollten sie nicht mindestens einmal geimpft sein.

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Impfpflicht im Krankenhaus: Ein Demonstrant in Lyon wehrt sich gegen die neuen Vorschriften. (14. September 2021)

Impfpflicht im Krankenhaus: Ein Demonstrant in Lyon wehrt sich gegen die neuen Vorschriften. (14. September 2021)

AFP/Jeff Pachoud
Bei Missachtung der Impfpflicht droht eine Suspendierung ohne Fortzahlung des Lohns.

Bei Missachtung der Impfpflicht droht eine Suspendierung ohne Fortzahlung des Lohns.

AFP/Jeff Pachoud
Eine Entlassung wegen Impfverweigerung ist jedoch nicht vorgesehen.

Eine Entlassung wegen Impfverweigerung ist jedoch nicht vorgesehen.

AFP/Jeff Pachoud

Darum gehts

  • Ab Mittwoch gilt in Frankreich für bestimmte Berufsgruppen eine Impfpflicht gegen das Coronavirus.

  • Pflegeberufe, aber auch Feuerwehrleute, Beschäftigte des Zivilschutzes und Beamte der Gendarmerie sind betroffen.

  • Es droht die Suspendierung ohne Fortzahlung des Lohns.

In Frankreich gilt von diesem Mittwoch an für bestimmte Berufsgruppen eine Impfpflicht gegen das Coronavirus. Bei Missachtung droht eine Suspendierung ohne Fortzahlung des Lohns. Mindestens eine erste Impfung müssen nun Beschäftigte nachweisen, die im Krankenhaus- und Pflegebereich arbeiten, aber auch Feuerwehrleute, Beschäftigte des Zivilschutzes sowie die Beamten der Gendarmerie. Wer bislang nur die erste Impfdosis erhalten hat, muss zudem einen negativen Test auf der Arbeit vorlegen, bis er einen vollständigen Impfschutz hat. Ihre Impftermine dürfen die Beschäftigten ausdrücklich in die Arbeitszeit legen, um die Impfung zu erleichtern, hiess es.

Die verschärften Corona-Regeln, zu denen auch die Impfpflicht für bestimmte Berufe gehört, hatten in Frankreich seit dem Sommer grosse Protest ausgelöst, auch am vergangenen Wochenende gingen Zehntausende auf die Strasse. Aufschub von der Suspendierung können Betroffene erhalten, wenn sie freie Tage oder Urlaub nehmen. Sobald sie die Impfung erhalten haben, endet auch die Sanktion, betonten die Behörden. Eine Entlassung wegen einer fehlenden Corona-Impfung sei nicht möglich, hiess es.

Schwierig, Spitalpersonal zu ersetzen

Die Quote der vollständig Geimpften im Gesundheitsbereich lag in der vergangenen Woche bereits zwischen 84 und 91 Prozent. Wie vielen Beschäftigen tatsächlich Sanktionen drohen, weil sie noch keine erste Dosis erhalten haben, ist nicht bekannt.

Die Zeitung «Le Monde» berichtete unter Verweis auf die Direktionen etlicher grosser Kliniken, dort sei eine Impfquote von 95 Prozent bereits erreicht. Dennoch werden Probleme befürchtet, wenn angesichts der ohnehin angespannten Personaldecke Krankenhauspersonal wegen einer fehlenden Impfung nach Hause geschickt werden muss. In bestimmten Funktionen sei es sehr schwierig, Personal zu ersetzen, erklärte der Verband der Universitätskliniken in Frankreich. Auch der Gewerkschaftsbund, der gegen die Impfpflicht ist, befürchte Schwierigkeiten beim Betrieb der Kliniken, schrieb «Le Monde».

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BAG-Infoline Coronavirus, Tel. 058 463 00 00

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Safezone.ch, anonyme Onlineberatung bei Suchtfragen

Branchenhilfe.ch, Ratgeber für betroffene Wirtschaftszweige

Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147

Dargebotene Hand, Sorgen-Hotline, Tel. 143

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(DPA/chk)

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