Aktualisiert 10.04.2014 06:58

Vujo Gavric«In fünf Jahren kennt man mich noch»

Der Ex-Bachelor Vujo Gavric kann sich momentan kaum vor Werbeaufträgen retten. Doch wie lange wird dieser Ruhm andauern? 20 Minuten sprach mit Vujo und Werber Frank Bodin.

von
Zoe Venakis

Im Internet lässt sich Vujo Gavric für das Schnäppchenportal Qoqa.ch ohrfeigen, auf Joiz gibt er Jugendlichen Sextipps und nun ist der Ex-Bachelor in einer Parodie auf den Edeka-Clip «Supergeil» zu sehen. Im Video für Fruitstore.ch, einem Onlineshop für Notebooks, Tablets und Software, hat Vujo einen kurzen Gastauftritt.

Vujo ist sich für nichts zu schade. Der 28-Jährige macht alles mit, was er gut findet. «Klar, nehme ich nicht alles an. Aufträge, bei denen ich als Clown rumlaufen muss oder sonst irgendwie blossgestellt werde, lehne ich ab.» Seien es Aufträge, die zu ihm passten und für die er einstehen könne, mache er mit. «In meiner Freizeit esse ich auch Wienerli mit Mayo», so Gavric zu 20 Minuten. Vujo selber findet Gefallen am Video: «Das sind Studenten hinter dem Video und so etwas unterstütze ich natürlich. Ist schliesslich eine gute Sache. Auch dass ich mich im Internet selber ohrfeigen kann, finde ich eine geile Idee.»

«Vujo wird von den Medien benutzt»

Vujo ist momentan trendy und das stimmt ihn optimistisch: «In fünf Jahren kennt man mich noch. Da bin ich mir sicher.» Werber Frank Bodin meint, der Bachelor könnte sich da täuschen: «Klar ist der Rummel momentan gross um Vujo, aber er muss damit rechnen, dass ihn in zwei Jahren niemand mehr kennt – spätestens wenn der neue Bachelor im Fernsehen läuft.» Es gebe zwar einige Ausnahmen, aber diese seien eher selten, so der Werber. «Sehen Sie sich nur schon die Missen an, die sich als Sängerinnen oder Moderatorinnen versuchten.» Denkt man aber an den Werdegang von Xenia Tchoumitcheva und Melanie Winiger, kann ein plötzlicher Hype um die eigene Person doch als Sprungbrett für eine stabile Karriere reichen.

«Vujo soll sich auf jeden Fall mal ausziehen»

Auf die Frage, warum die Marke Vujo zumindest jetzt so gut läuft, hat Bodin folgende Antwort: «Vujo funktioniert als Figur. Allerdings, wie so oft in den Unterhaltungsformaten, wird er von den Medien benutzt. Es schwingt bei solchen Themen immer eine Spur Voyeurismus mit. Wenn man sich das Realityformat ‹The Voice of Switzerland› ansieht, ist die Realität nur vorgegaukelt und eigentlich Fiktion.» Ein weiterer Punkt wäre «der offensichtliche Mangel an wirklich interessanten Gesellschaftsthemen in der Schweiz». Vujo habe einen gewissen Bekanntheitsgrad und sei eine Person mit Ecken und Kanten, mit der man sich identifizieren könne, so Bodin.

Vujo Gavric und die Lebensweisheiten

Vujos Glückssträhne scheint jedenfalls weiterzugehen. Er ist momentan weiterhin in Verhandlungen mit dem Fernsehsender 3+ für eine eigene Realityshow. Aber: Das Werbe- und Unterhaltungsbusiness ist sehr kurzlebig. Stellt sich Vujo Gavric ungeschickt an, könnte schon bald Schluss sein. Mal sehen, was da noch alles auf uns zukommen wird.

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