Aktualisiert 27.03.2013 10:41

Zittern ums Geld

In Griechenland öffnen die zyprischen Banken

Lange Schlangen vor den zyprischen Banken in Griechenland: Sie haben am Mittwoch ihre Türen wieder geöffnet, nachdem die Piräus-Bank die Niederlassungen der drei zyprischen Grossbanken übernommen hatte.

Die Kunden von zyprischen Banken zittern um ihre Vermögen.

Die Kunden von zyprischen Banken zittern um ihre Vermögen.

Die Filialen zyprischer Banken in Griechenland haben am Mittwoch wieder geöffnet. Die Wiedereröffnung erfolgte wie angekündigt, nachdem die griechische Piräus-Bank die Niederlassungen der drei zyprischen Grossbanken Bank of Cyprus, Laiki und Hellenic Bank übernommen hatte.

Die Piräus-Bank teilte mit, die Guthaben bei diesen Filialen seien gesichert. Es handelt sich um 312 Bankfilialen mit 5268 Angestellten.

Schon vor der Öffnung der Bankfilialen bildeten sich in Athen Schlangen. «Die Leute sind beunruhigt, aber wir beruhigen sie», sagte ein Bankangestellter.

Nach den Erklärungen der Piräus-Bank bleiben den Kunden der Filialen in Griechenland die Zwangsmassnahmen erspart, die für Anleger ab 100'000 Euro Guthaben in Zypern beschlossen wurden. Kunden mit solchen Guthaben sollen in Zypern zur Bildung eines Kapitalstocks verpflichtet werden.

Die Übernahme der Niederlassungen zyprischer Banken durch die Piräus-Bank war in der vergangenen Woche vom griechischen Ministerpräsidenten Antonis Samaras gemeinsam mit Zyperns Präsident Nikos Anastasiades vorbereitet worden.

Mit der Übernahme werden die Tochtergesellschaften zu griechischen Bankfilialen und können so vom Rekapitalisierungsfonds profitieren, der von der EU und dem Internationalen Währungsfonds (IWF) im Zuge des zweiten Hilfspakets für Griechenland bereitgestellt worden war. Die zyprischen Banken sollen erst am Donnerstag wieder öffnen. (sda)

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