In Italien boomen Spion-Handys

Aktualisiert

In Italien boomen Spion-Handys

Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser: Das müssen sich jene Italienerinnen und Italiener sagen, die sich ein Spion-Handy kaufen.

Das nicht billige Gerät ist ein Renner bei eifersüchtigen Frauen, misstrauischen Chefs und besorgten Eltern. Die italienische Polizei habe Ermittlungen gegen eine Firma in Vicenza eingeleitet, die binnen weniger Monate hunderte Handys verkauft hat, berichtete die Mailänder Tageszeitung «Corriere della Sera» am Freitag.

Das 500 Euro (über 800 Franken) teure Mobiltelefon ermöglicht es dank eines Software-Systems, Telefonanrufe und SMS zu kontrollieren. Die Anrufe des Opfers werden dank des Software- Systems auf dem kontrollierten Handy registriert.

Sie werden dann via BlueTooth-Verbindung an das Mobilfunktelefon des Spions geschickt, der alle Telefongespräche des Kontrollierten mithört. Die Spion-Handys wurden legal im Internet verkauft.

«Ihre Verwendung ist jedoch absolut illegal», sagte der zuständige Staatsanwalt von Vicenza, Paolo Pecori. Bisher wurden 120 Handys beschlagnahmt. Gegen die Käufer der Mobilfunktelefone wurden Ermittlungen eingeleitet.

(sda)

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