Aktualisiert 02.08.2012 14:40

RezessionIn Italien bricht der Konsum ein

Die Schuldenkrise führt in Italien zum stärksten Konsumeinbruch seit der Nachkriegszeit. Auch die Aussichten sind düster.

Die Italiener schauen ins Schaufenster, aber kaufen nicht.

Die Italiener schauen ins Schaufenster, aber kaufen nicht.

Die italienische Wirtschaft leidet unter einem drastischen Konsumrückgang infolge der Rezession. Der italienische Kaufleuteverband Confcommercio rechnet im Gesamtjahr 2012 mit einem Konsumrückgang von 2,8 Prozent.

Dies sei der stärkste Konsumeinbruch seit der Nachkriegszeit, teilte der Verband in einer am Donnerstag veröffentlichten Studie mit. Confcommercio revidierte die Prognosen für das Jahr 2012 nach unten. Die Experten gehen von einem Rückgang des Bruttoinlandprodukts (BIP) von 2,2 Prozent aus. Bisher hatte Confcommercio noch mit einem Minus von 1,3 Prozent gerechnet.

Prognosen für 2013 nach unten revidiert

Auch die Prognosen für 2013 wurden nach unten revidiert. Confcommercio rechnet mit einem Minus von 0,3 Prozent. Bisher war der Verband von einem Null-Wachstum ausgegangen. Das BIP-Niveau in Italien werde bald einen Mindestrekord erreichen, warnte der Direktor von Confcommercios Forschungszentrums, Mariano Bella.

Italien steckt seit Mitte vergangenen Jahres in einer Rezession. Die Wirtschaft wurde auch durch diverse Sparpakete belastet. Die Renditen der zehnjährigen italienischen Anleihen kletterten zuletzt auf mehr als sechs Prozent und verteuern damit die Refinanzierungskosten des Landes, wenn dieses neue Anleihen ausgibt.

(sda)

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