Ab 10. Januar – Italien weitet 2G-Pflicht massiv aus
Aktualisiert

Ab 10. JanuarItalien weitet 2G-Pflicht massiv aus

Wegen steigender Infektionszahlen reicht in Italien ein negativer Test nicht mehr aus, um im Zug oder Flugzeug reisen zu können. Die neuen Massnahmen gelten ab dem 10. Januar.

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Ab dem 10. Januar dürfen in Italien nur noch Geimpfte oder Genesene einen Zug besteigen.

Ab dem 10. Januar dürfen in Italien nur noch Geimpfte oder Genesene einen Zug besteigen.

REUTERS
Auch für Flugreisen reicht dann ein negativer Test nicht mehr aus.

Auch für Flugreisen reicht dann ein negativer Test nicht mehr aus.

AFP
Die italienische Regierung lockert gleichzeitig die Quarantänevorschriften für Geimpfte und Genesene, aus Sorge, dass kritische Sektoren wie das Transportwesen lahmgelegt werden könnten.

Die italienische Regierung lockert gleichzeitig die Quarantänevorschriften für Geimpfte und Genesene, aus Sorge, dass kritische Sektoren wie das Transportwesen lahmgelegt werden könnten.

AFP

Darum gehts

  • Die Omikron-Welle hat auch Italien fest im Griff.

  • Wegen der explodierenden Corona-Infektionszahlen gilt künftig 2G auf Zug- und Flugreisen.

  • Aus Sorge vor einem Kollaps der Infrastruktur werden die Quarantänevorschriften gelockert.

Die Omikron-Welle hat Europa fest im Griff. Auch unser südlicher Nachbar Italien kämpft mit steigenden Infektionszahlen. Am Mittwoch meldete das Gesundheitsministerium fast 100’000 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages. Fast 150 Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion waren in diesem Zeitraum zu beklagen. Die Regierung hat deswegen eine Ausweitung des obligatorischen Corona-Gesundheitspasses angekündigt.

Laut eines Gesetzesdekrets vom Mittwochabend müssen Reisende in Zügen und auf Flügen künftig einen 2G-Status nachweisen. Ein negatives Testergebnis reicht demnach nicht mehr. Ein 3G-Nachweis wird künftig in Hotels, auf Restaurantterrassen, Messen und Kongressen sowie in Schwimmbädern und Fitnessstudios fällig. Die neuen Massnahmen treten am 10. Januar in Kraft.

Quarantänevorschriften werden gelockert

Wegen der vielen Ansteckungen und der daraus folgenden Isolationspflicht befürchteten einige Regionen, dass ihnen das Personal zum Beispiel im Schienenverkehr oder in den Spitälern abhandenkommt .Die Regierung beschloss deshalb in dem Dekret ausserdem, die vorsorgliche Quarantäne für Geimpfte und Genesene auszusetzen, die engen Kontakt mit einer nachweislich positiv-getesteten Person hatten.

Für Geimpfte gilt das allerdings nur, wenn sie geboostert sind oder die zweite Impfung nicht länger als 120 Tage zurückliegt. Die Menschen müssen nach dem Kontakt in jedem Fall zehn Tage lang eine FFP2-Maske tragen. Wer Symptome zeige, muss ausserdem einen PCR- oder Antigen-Schnelltest nach fünf Tagen machen. Für Ungeimpfte, die Kontakt mit einem Infizierten hatten oder sich angesteckt haben, bleibt die Quarantäne- beziehungsweise Isolationspflicht von zehn Tagen bestehen. Ein sich Freitesten ist jedoch möglich.

Diese Lockerung der Quarantänevorschriften soll verhindern, dass kritische Sektoren wie das Transportwesen lahmgelegt werden, wo eine grosse Zahl unter Quarantäne stehender Angestellter bereits zu zahlreichen Zugausfällen geführt hat.

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BAG-Infoline Covid-19-Impfung, Tel. 058 377 88 92

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Branchenhilfe.ch, Ratgeber für betroffene Wirtschaftszweige

Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147

Dargebotene Hand, Sorgen-Hotline, Tel. 143

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(AFP/DPA/job)

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