Aktualisiert 18.04.2014 02:31

Scharfe KontrollenIn jedem dritten Auto gelangt Geld über die Grenze

Es wird enger für Steuersünder in Deutschland. Daher bringen sie nun ihre Schäfchen ins Trockene - und das in Massen. Bei Kontrollen werden Beamte bei jedem dritten Wagen fündig.

von
laf
An der Grenze zwischen Deutschland und der Schweiz schaffen Steuersünder ihr Geld zurück.

An der Grenze zwischen Deutschland und der Schweiz schaffen Steuersünder ihr Geld zurück.

Schon 2013 war ein Rekordjahr Der deutsche Zoll stellte 573 Millionen Euro Schwarzgeld sicher, welches Steuersünder wieder zurück ins Land schaffen wollten. Im Vorjahr waren es nur etwas mehr als 9 Millionen gewesen. Der wachsende Druck seitens des Staates schürt ihre Panik.

Vor allem an der Schweizer Grenze sei der Geldverkehr sehr hoch, berichtet die Zollverwaltung Ulm dem Magazin «Wirtschaftswoche». Bei jedem dritten kontrollierten Auto finde man Bargeld, welches die Insassen nach Deutschland schmuggeln wollen. Die Beträge steigen dabei. Immer öfter liegen sie demnach im sechsstelligen Bereich. Die Obergrenze für die deklarationsfreie Einfuhr von Bargeld in die EU liegt bei 10'000 Euro.

Nicht immer ein Bussgeld

Nicht bei jedem Fund verhängen die Zollbeamten jedoch ein Bussgeld. Denn die Schmuggler nutzen die 10'000-Regel für sich: «Wir stossen immer öfter auf Autos mit vier oder sogar fünf Insassen, von denen jeder 9800 oder 9900 Euro dabei hat», so der Zoll zur «Wirtschaftswoche». In solchen Fällen könne man nur wenig unternehmen. Das Finanzamt werde aber jeweils über die Verdächtigen Transporte informiert.

Manche Steuersünder versuchen auch den Weg über Österreich, um ihr Geld nach Deutschland zu bringen. Doch auch die dortigen Grenzbeamten sind alarmiert. Wie informierte Quellen der «Wirtschaftswoche» berichten, kontrolliert der österreichische Zoll schwerpunktmässig deutsche Bürger.

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