Simonetta Sommaruga: «In Las Vegas war ich zuletzt in meiner Jugend»
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Simonetta Sommaruga«In Las Vegas war ich zuletzt in meiner Jugend»

Justizministerin Simonetta Sommaruga stand den Lesern zu Netzsperren und Online-Casinos Red und Antwort.

von
daw

Bundesrätin Simonetta Sommaruga im Interview (Video: Tarek El Sayed)

Frau Sommaruga, sind Sie eine Zockerin? Wie viel Geld spült das neue Geldspielgesetz in die Staatskasse? Und was bringt es zum Schutz von Spielsüchtigen? Diese und viele weitere Leserfragen zur Abstimmung vom 10. Juni beantwortete Simonetta Sommaruga am Mittwoch im Live-Chat von 20 Minuten. Sie war gefordert: «Es wurden viele interessante Fragen gestellt, die in der Debatte bislang noch kaum thematisiert wurden», so die Justizministerin.

In rund fünf Wochen entscheidet die Stimmbevölkerung, ob Casinos mit Sitz in der Schweiz künftig Online-Geldspiele wie Poker, Black Jack oder Roulette anbieten dürfen und ob kleinere Pokerturniere ausserhalb von Casinos legal werden. Weil im Gegenzug unbewilligte Online-Spiele von Anbietern aus dem Ausland gesperrt würden, haben Jungparteien das Referendum gegen das neue Geldspielgesetz ergriffen. Sie sehen in den Zugangssperren einen gefährlichen Präzedenzfall.

Glücksspiel nur beim Einkaufen

Bundesrat, Parlament und die Kantone empfehlen dagegen ein Ja zur Vorlage: Das Gesetz stelle sicher, dass die Erträge aus Geldspielen auch in Zukunft dem Gemeinwohl zugutekämen. Laut der ersten Tamedia-Umfrage vor der Abstimmung lagen die Gegner rund sechs Wochen vor dem Urnengang in Front: So sagten 53 Prozent der Stimmberechtigten Nein zur Vorlage, 42 Prozent befürworteten diese.

Sommaruga selbst ist übrigens «keine Zockerin», wie sie im Video-Interview sagt. In Las Vegas sei sie in ihrer Jugendzeit einmal gewesen. Kürzlich habe sie ihr Glück beim Einkaufen an einem Glücksrad herausgefordert.

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