Sprachlich entmannt: In Leipzig sind auch Männer Professorinnen
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Sprachlich entmanntIn Leipzig sind auch Männer Professorinnen

In einer neuen Verordnung der Uni Leipzig heissen auch die männlichen Mitarbeiter Professorinnen. Damit soll erreicht werden, dass die Frauen nicht länger diskriminiert werden.

von
bro
An der Uni Leipzig arbeiten mehr Frauen als Männer als Professorinnen.

An der Uni Leipzig arbeiten mehr Frauen als Männer als Professorinnen.

Die Universität Leipzig nimmt mit einem gewagten Schritt eine Vorreiterrolle ein. Kurzerhand hat sie sämtliche Professoren sprachlich entmannt. In einer neuen Verfassung wird festgehalten, dass sowohl männliche als auch weibliche Uni-Mitarbeiter mit Professur als Professorin angesprochen werden. Laut einem Bericht der «Welt» soll dies dafür sorgen, dass sich Frauen nicht mehr diskriminiert fühlen.

Der Entscheid wurde von einem grossen Hochschulgremium getroffen. Damit soll verdeutlich werden, dass weibliche Professoren an der Uni Leipzig in der Überzahl sind. In Kraft getreten ist die Regel noch nicht.

Kein «Herr Professorin»

Dennoch werden Studenten ihren Dozenten nicht mit Herr Professorin anreden müssen. Die Leipziger Hochschulrektorin Beate Schücking sagte, «dass diese Neuerung auf den Alltag an der Universität und auf den universitären Sprachgebrauch keinerlei Auswirkungen haben wird.»

Offen bleibt die Frage, ob der Duden die neue Bezeichnung in sein Register aufnehmen wird.

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