Aktualisiert 27.05.2011 13:39

Cortney bizarr

In Love for a While

Kurt Cobain hatte einen Riesenpenis und Courtney Love «fickt wie ein Kaninchen», seit sie keine Drogen mehr nimmt: Eine Witwe berichtet.

von
Philipp Dahm

Dass Courtney Love - freundlich ausgedrückt - eine «verrückte Nudel» ist, ist ja sattsam bekannt. Dennoch gelingt es der 46-Jährigen mal wieder, mit zwei Interviews für – gelinde gesagt – hochgezogene Augenbrauen und offene Münder zu sorgen. Da wäre zum einen ihr Gespräch mit Journalisten der US-Zeitschrift GQ, denen die Witwe in bizarrer Offenheit Auskunft über das ganze Ausmass von Kurt Cobain zu geben – um es milde zu umschreiben.

Wann trinkt sie den verrückten Tee?

«Kurt hatte mehr Präsenz und Schönheit als Brad Pitt. Er war ein Anführer, er war stark und tatsächlich war er verdammt gut bestückt, wenn ihr es genau wissen wollt», liess Love die Hosen herunter. Der Hang der Amerikanerin, immer ein bisschen mehr mitzuteilen, als vielleicht gut wäre, setzt sich somit nahtlos fort. Ein Ende hat dagegen ihre Drogenkarriere: Die Hole-Sängerin sagte in einem Interview mit «The Fix», sie nehme kein Marihuana, MDMA, Kokain oder Crack mehr wie noch vor Jahren.

Die in San Francisco geborene Blondine verliere nicht gerne die Kontrolle, doch ein Kraut namens «Ayahuasca» reize sie dann doch noch: «Es ist offensichtlich, dass dieser verrückte Tee diese intensive Halluzinationen verursacht. Jeder der es nimmt, sieht einen weisen alten Mann, der dich auf eine wilde Reise mitnimmt», berauschte sie bei «The Fix». Einer US-Webseite, die sich dem Kampf gegen Süchte verschrieben hat und erst seit Kurzem online ist. Das muss man sich bildlich gesprochen erst einmal auf der Zunge zergehen lassen.

Über-Interview über Über-Drogen

Zumindest hat die Redaktion Humor, denn bei dem alten, weisen Mann fragt sie nach, ob es sich um Morgan Freeman handelt. «Schnauze! Nein», wehrt Love ab und kommt auf besagten Kollegen zurück. «Mein Drogen-Berater hat Ayahuasca mal mit Sting genommen und Sting verbrachte eine Stunde damit, eine Biene durch den Joshua-Tree-Nationalpark zu jagen. Ich habe nicht mitgemacht, denn die Kontrolle zu verlieren ist nicht mein Ding. Einige wenige Male war ich echt betrunken. Ich war sturzbesoffen von Tequila», antwortet die Witwe. Ja will sie denn nun den verrückten Tee nun trinken, oder nicht? Und was kontrolliert wen, oder nicht?

Courtney klärt weiter auf: «Wisst ihr was lustig ist? Leute in den [mittleren Westen] denken, dass alle Promis an beiden Küsten konstant high sind. Sie glauben, dass wir alle auf einer Über-Droge sind. Das Ding ist, dass sie irgendwo Recht haben», sinniert sie. «Die grössten Stars, die ich kenne, sind einige der schlimmsten Alkoholiker und Drogenabhängige. Aber du würdest es nicht denken, wenn du sie ansiehst.» Die Widersprüche werden insgesamt nicht weniger, aber Courtneys Chuzpe kann mal wieder bloss erstaunen. Ach ja, sie selbst ist clean: «Heutzutage bin ich jungfräulich, wenn es um Drogen geht.»

Sex - das fehlte noch!

Zum krönenden Abschluss berichtet sie dann noch, dass sie «ficke wie ein Kaninchen», seit sie nüchtern sei. Sex sei aber auch «irgendwie überschätzt». «Die meisten Typen, mit denen ich geschlafen habe, waren Schauspieler und Musiker und Regisseure. Und sie sind meistens lausige Liebhaber.» Heute nehme sie nur noch «sehr, sehr reiche Kerle»: «Ich glaube, ich könnte für einen wohlhabenden Mann eine echte Anlage sein.» Und die Zweisamkeit liege in ihrer Natur, endet das Thema.

Ein Bonmot haben wir noch. Vor einigen Monaten traf Love in Hollywood Scarlett Johansson, die in einem Film Kurt Cobains Frau spielen soll. Auf einer Party improvisierte die Schauspielerin spontan ein wenig: «Sie warf sich eine Bandage um ihre Brüste und taumelte mit einer Flasche Jack Daniels in der Hand einige Treppen hinunter», erzählt Love «The Fix». «Aber die Wahrheit ist, ich hatte niemals einen Tropfen Jack Daniels. Ich hasse den Geschmack von hartem Alkohol. Was ich wirklich mag, ist Wein.»

Wie konnte diese Stümperin Johansson bloss so danebengreifen? Wenigstens ist nun bewiesen, dass Tequila vergesslich macht!

Weil die Witwe so viel von sich preisgibt, hier das Video von Anna Rossinellis «In Love for a While». Quelle: YouTube

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