Bärin Jambolina tot - «In mir ist einfach eine grosse Leere und grosse Trauer»
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Bärin Jambolina tot«In mir ist einfach eine grosse Leere und grosse Trauer»

Bei einer Zahn-OP ist Jambolina aus dem Arosa Bärenland gestorben. Pascal Jenny, der lokale Tourismus-Präsident, war ein enger Begleiter der Bärin. Er ist schockiert über das Unglück.

von
Michel Eggimann
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Die ehemalige Zirkus-Bärin Jambolina ist tot.

Die ehemalige Zirkus-Bärin Jambolina ist tot.

Copyright FOUR PAWS | Svetlana Dmitrenko
Nach einer Narkose für eine Zahn-OP ist die Bärin verstorben.

Nach einer Narkose für eine Zahn-OP ist die Bärin verstorben.

Arosa Bärenland / Vier Pfoten
Pascal Jenny, Präsident von Arosa Tourismus, sagt: «In mir ist eine grosse Leere und eine grosse Trauer. Seit Jambolina im Dezember zu uns kam, habe ich ihre Fortschritte genau verfolgen können.»

Pascal Jenny, Präsident von Arosa Tourismus, sagt: «In mir ist eine grosse Leere und eine grosse Trauer. Seit Jambolina im Dezember zu uns kam, habe ich ihre Fortschritte genau verfolgen können.»

Arosa Bärenland / Vier Pfoten

Darum gehts

  • Die Bärin Jambolina ist tot.

  • Nach einer Narkose vor einer Zahn-OP hat sie aufgehört zu atmen.

  • Der lokale Tourismus-Direktor hat den Weg der Bärin begleitet.

  • Er spricht von einer grossen Leere.

Herr Jenny, waren Sie selbst vor Ort, als Jambolina gestorben ist?

Pascal Jenny, Präsident Arosa Tourismus: Ja, ich war bei dem Eingriff am Donnerstagmorgen dabei. Jambolina ist noch vor der Zahn-Operation verstorben. Nach der Narkose hat sie aufgehört zu atmen. Wir haben sofort gemerkt, dass sie nicht mehr atmet. Alle Wiederbelebungsversuche sind leider fehlgeschlagen.

Wie geht es Ihnen nach diesem Vorfall?

In mir ist eine grosse Leere und eine grosse Trauer. Seit Jambolina im Dezember zu uns kam, habe ich ihre Fortschritte genau verfolgen können. Erst kürzlich traf die ehemalige Zirkus-Bärin erstmals ohne Zaun dazwischen auf Meimo. Jambolina hat gelernt zu grasen. Sie wurde hier zu einer richtigen Bärin. Es tut weh, dass sie nun verstorben ist.

Waren Sie sich der Gefahr der Operation bewusst?

Jambolina war nicht die erste Bärin, die für eine Operation narkotisiert wurde. Die Tierärzte haben uns auf die Risiken aufmerksam gemacht. Jede Narkose birgt ein Risiko. Die Ärzte meinten aber auch, dass nur selten etwas passiert. Umso schwieriger ist es für mich, das Geschehene zu akzeptieren.

Mit Meimo und Amelia sind zwei weitere Bären in Arosa zuhause. Haben Sie irgendwie auf das Fehlen von Jambolina reagiert?

Ich sitze in diesem Moment gerade neben Meimo. Er ist im Gehege. Bären sind ja grundsätzlich Einzelgänger. Aber ich habe den Eindruck, dass Meimo etwas spürt. Er schaut mich gerade so speziell an.

Trauerst du oder trauert jemand, den du kennst?

Hier findest du Hilfe:

Dargebotene Hand, Sorgen-Hotline, Tel. 143

Seelsorge.net, Angebot der reformierten und katholischen Kirchen

Muslimische Seelsorge, Tel. 043 205 21 29

Lifewith.ch, für betroffene Geschwister

Verein Regenbogen Schweiz, Hilfe für trauernde Familien

Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147

Pro Senectute, Beratung älterer Menschen in schwierigen Lebenssituationen

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