15.10.2020 11:59

Neu im KinoIn «Misbehaviour» crasht Keira Knightley eine Missenwahl

Die Miss-World-Wahl 1970 ging in die Geschichte ein, eine Doku zeigt Greta Thunberg so privat wie noch nie – und weitere Filme, die neu im Kino laufen.

von
Alisa Fäh

Der Trailer zu «Misbehaviour».

Pathé Films

Darum gehts

  • Wir stellen dir jede Woche die besten neuen Kinostarts vor.
  • Keira Knightley spielt eine Aktivistin, die bei einer Miss-World-Wahl eine feministische Revolution anzettelte.
  • In einer Doku gibt es private Einblicke in Greta Thunbergs Leben.
  • Janelle Monáe wird als Schriftstellerin ins 19. Jahrhundert zurückversetzt und findet sich versklavt auf einer Plantage wieder.
  • Ein Anwalt kämpft gegen einen Chemiekonzern, der Wasser vergiftet.

«Misbehaviour»

«Dreht euch um, damit wir eure Hinterteile sehen können», so die Anweisung an die 58 Frauen, die in der Londoner Royal Albert Hall auf der Bühne stehen. Aus der ganzen Welt sind die Teilnehmerinnen für die Miss-World-Wahl angereist, darunter auch Pearl Jansen (Loreece Harrison), die erste schwarze Kandidatin aus Südafrika.

Wir schreiben das Jahr 1970, die Show erreicht ein Fernsehpublikum von 100 Millionen und wird von Bob Hope (Greg Kinnear) moderiert, der sexistische Witze reisst und die Missenwahl als Viehmarkt bezeichnet.

Protest gegen den Schönheitscontest


Dagegen lehnt sich eine Gruppe von Feministinnen auf. Auch die Geschichtsstudentin Sally Alexander (Keira Knightley) hat es satt, als Frau nicht ernst genommen und zum Objekt gemacht zu werden.

Als sie auf die Aktivistinnen um Jo (Jessie Buckley) stösst, schliesst sie sich ihnen an. Die Mission der Frauen: Sie wollen sich in der Royal Albert Hall unter das Publikum mischen und eine feministische Revolution lostreten.

Knightley sieht Parallelen zu heute

Im Interview mit «Refinery 29» erinnert sich Keira Knightley daran, wie sie Schönheitsidealen entsprechen musste: Für die Rolle in «Pirates of the Caribbean» wurden der damals 17-Jährigen jeden Morgen die Brüste konturiert.

Die Objektifizierung von Frauen findet laut Knightley auch 2020 statt: «Wir leben noch immer damit. Heute vielleicht etwas weniger offensichtlich, aber das schwingt im Hintergrund immer mit.»

«I Am Greta»

Sie war 15 Jahre alt, als sie eine globale Bewegung ins Rollen brachte: Im August 2018 setzte Greta Thunberg sich mit einem «Skolstrejk för klimatet»-Schild vor das Parlamentsgebäude in Stockholm und startete ihren ersten Schulstreik fürs Klima.

Regisseur Nathan Grossman wurde schon damals auf sie aufmerksam, und es entwickelte sich eine Freundschaft. Seit zwei Jahren begleitet er die Klimaaktivistin nun, entstanden ist der Dokumentarfilm «I Am Greta» – ein seltenes, nahes Porträt aus Gretas Perspektive.

Greta ganz privat

Wir sehen Greta mit ihrer Familie, beim Lesen von Hasskommentaren auf den sozialen Medien und beim Schreiben von Reden in Hotelzimmern.

Greta wünscht sich, dass der Film Bewusstsein schafft, wie sie in einem Pressestatement erklärt: «Ich hoffe, alle, die den Film sehen, können verstehen, dass wir Jugendlichen nicht einfach aus Spass an Schulstreiks teilnehmen. Wir protestieren, weil wir keine andere Wahl haben.»

Der Trailer zu «I Am Greta».

Filmcoopi

«Dark Waters»

Regisseur Todd Haynes hat eine wahre Geschichte verfilmt: Robert (Mark Ruffalo) vertritt in einer Wirtschaftskanzlei Grosskonzerne wie den Chemieriesen DuPont.

Als der Landwirt Wilbur auf ihn zukommt und ihn um Hilfe bittet, weil knapp 200 seiner Kühe tot auf der Weide liegen, ist Rob skeptisch – bis er versteht, wer das Elend verursachte: DuPont hat das Trinkwasser jahrzehntelang vergiftet.

Der Trailer zu «Dark Waters».

Ascot Elite

«Antebellum»

Im neuen Horror-Thriller der «Get Out»-Produzenten findet sich die Schriftstellerin Veronica (Janelle Monáe) plötzlich in einer Parallelwelt wieder: Sie wurde ins 19. Jahrhundert zurückversetzt, ist versklavt auf einer Baumwollplantage im Süden der USA.

Um zu entkommen, muss sie ein zeitbegrenztes Rätsel lösen – Veronica versucht, das System zu überlisten, und schmiedet einen Fluchtplan.

Der Trailer zu «Antebellum».

Impuls

WOCHE 41

Schweizer Kino-Top-5

Solomon Gordon als Jim Knopf. 

Solomon Gordon als Jim Knopf.

Warner Bros.

1. «Jim Knopf und die Wilde 13»

2. «Tenet»

3. «Eden für jeden»

4. «Gott, du kannst ein Arsch sein!»

5. «Es ist zu deinem Besten»

Hol dir den People-Push!

Wenn du den People-Push abonnierst, verpasst du nichts mehr aus der Welt der Reichen, Schönen und der Menschen, bei denen nicht ganz klar ist, warum sie eigentlich berühmt sind.

So gehts: Installiere die neuste Version der 20-Minuten-App. Tippe unten rechts auf «Cockpit», dann aufs «Einstellungen»-Zahnrad und schliesslich auf «Push-Mitteilungen». Beim Punkt «Themen» tippst du «People» an – schon läufts.

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.