26,4 Prozent der Stimmen - In Norwegen regieren künftig die Sozialdemokraten
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26,4 Prozent der StimmenIn Norwegen regieren künftig die Sozialdemokraten

Es ist das Ende einer konservativen Mehrheit im skandinavischen Staat nach acht Jahren. In landestypisch zurückhaltender Manier lobte der neue Ministerpräsident seine Vorgängerin.

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Er dürfte der neue Ministerpräsident Norwegens werden: Jonas Gahr Store.

Er dürfte der neue Ministerpräsident Norwegens werden: Jonas Gahr Store.

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Stores Partei, die sozialdemokratische Arbeiterpartei, setzte sich bei den Parlamentswahlen im skandinavischen Land am Montag durch.

Stores Partei, die sozialdemokratische Arbeiterpartei, setzte sich bei den Parlamentswahlen im skandinavischen Land am Montag durch.

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Das dürfte das Ende der Amtsperiode der konservativen Ministerpräsidentin Erna Solberg bedeuten. Ihre Partei war acht Jahre lang an der Macht.

Das dürfte das Ende der Amtsperiode der konservativen Ministerpräsidentin Erna Solberg bedeuten. Ihre Partei war acht Jahre lang an der Macht.

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Darum gehts

  • In Norwegen wurde am Montag eine neue Regierung gewählt.

  • Dabei setzten sich die Sozialdemokraten durch.

  • Damit verlieren die Konservativen nach acht Jahren ihre Position an der Macht.

Norwegen dürfte bald von einem Mitte-links-Bündnis regiert werden. Die seit acht Jahren in der Opposition ausharrenden Sozialdemokraten setzten sich bei der Parlamentswahl in dem skandinavischen Land trotz leichter Stimmverlusten klar durch, wie vorläufige Zahlen der Wahlbehörde zeigten. Parteichef Jonas Gahr Støre dürfte damit aller Voraussicht nach neuer Regierungschef und Nachfolger der konservativen Ministerpräsidentin Erna Solberg werden. Er kann dabei wahrscheinlich auf ein Bündnis mit der Zentrumspartei und der Sozialistischen Linkspartei setzen, das auf eine Mehrheit von 89 der 169 Parlamentssitze kommen dürfte.

«Jetzt können wir endlich sagen: Wir haben es geschafft», sagte der 61 Jahre alte Støre am späten Montagabend unter «Jonas, Jonas»-Rufen jubelnder Sozialdemokraten in Oslo. Ein Bündnis mit dem Zentrum und der Sozialistischen Linken sei «unser Plan A», man wolle aber alle Parteien zu Gesprächen einladen, die sich einen Regierungswechsel wünschten.

Koalition mit Zentrumspartei wahrscheinlich

Gleichzeitig dankte Støre seiner Widersacherin Erna Solberg. «Sie ist eine gute und beständige Ministerpräsidentin für Norwegen gewesen», sagte er. Kurz zuvor hatte Solberg ihre Niederlage eingestanden. «Ich gratuliere Jonas Gahr Støre zu einer – wie es jetzt aussieht – klaren Mehrheit für einen Regierungswechsel», sagte sie vor Parteifreunden.

Nach vorläufiger Auszählung fast aller Stimmen lag die sozialdemokratische Arbeiterpartei in der Nacht zum Dienstag bei 26,4 Prozent. Das bedeutete im Vergleich zu den 27,4 Prozent der letzten Parlamentswahl 2017 zwar leichte Verluste, nicht aber so starke wie die von Solbergs konservativer Partei Høyre: Als zweitstärkste Kraft rutschte sie von 25,0 auf 20,5 Prozent ab.

Støres bevorzugte Koalitionspartner erzielten dagegen ordentliche Zugewinne: Das Zentrum kommt voraussichtlich auf 13,6 (plus 3,3 Prozentpunkte), die Sozialistische Linke auf 7,5 Prozent (plus 1,5). Die rechtspopulistische Fortschrittspartei verlor deutlich und lag bei 11,7 Prozent (minus 3,5).

42 Prozent gaben ihre Stimme bereits frühzeitig ab

Gleich vier Parteien rangen mit der Vier-Prozent-Hürde: Die linke Rote Partei und die liberale Venstre liessen sie mit 4,7 Prozent beziehungsweise 4,5 Prozent recht sicher hinter sich, während es die Christliche Volkspartei und die Grünen mit je 3,8 Prozent voraussichtlich nicht über die Hürde schafften. Trotzdem standen beide Parteien bei je drei Mandaten.

Fast 3,9 Millionen Norwegerinnen und Norweger waren bei der Wahl zur Stimmabgabe aufgerufen. Knapp 1,65 Millionen hatten bereits vorzeitig gewählt – das entsprach mehr als 42 Prozent aller Wahlberechtigten und einem Rekord bei einer norwegischen Parlamentswahl. Das vorläufige Endergebnis dürfte am Dienstag feststehen.

In der wohlhabenden Öl-Nation hatte vor allem der Klima- und Umweltschutz – und damit verbunden auch die Öl-Politik – eine wichtige Rolle im Wahlkampf gespielt. Die besonders auf die Klimapolitik setzenden Parteien – die Sozialistische Linke, die Grünen und Venstre – blieben am Wahlabend jedoch etwas hinter den hohen Erwartungen der Umfragen zurück.

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(DPA/pme)

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