Smog-Alarm: In Peking scheint die Sonne von Bildschirmen
Aktualisiert

Smog-AlarmIn Peking scheint die Sonne von Bildschirmen

Die Millionenstadt Peking versinkt in Abgasen, der dichte Dunst lässt sogar die Sonne verschwinden. Darum scheint sie jetzt auf gigantischen öffentlichen Displays.

von
pat
Die Luftbelastung in der chinesischen Hauptstadt Peking erreichte vergangene Woche gefährliche Spitzenwerte.

Die Luftbelastung in der chinesischen Hauptstadt Peking erreichte vergangene Woche gefährliche Spitzenwerte.

In der chinesischen Hauptstadt Peking durchdringen derzeit nicht einmal Sonnenstrahlen den dichten Smog – die Sicht reicht nur wenige hundert Meter weit, Häuser verschwinden im Grau. Deshalb geht die Sonne für die Bevölkerung jetzt auf riesigen Bildschirmen auf und unter, wie Bild.de schreibt.

Auf den Bildschirmen flimmerten bisher Informationen für Touristen - diese bleiben Peking wegen des Smogs aber sowieso fern.

Gefährliche Spitzenwerte

Die Luftverschmutzung erreichte vergangene Woche gefährliche Spitzenwerte. Beissender Kohle- und Schwefelgeruch lag in der Luft. «Meine Augen brennen, und ich habe ständig ein Kratzen im Hals», klagte ein 24-jähriger Student. «Es ist furchtbar.»

Zu viel Smog - rote Ampeln überfahren erlaubt

Den rund 20 Millionen Einwohnern der Stadt wird empfohlen mit Atemschutzmasken vor die Tür zu gehen, falls sie dies müssen. Auf Aktivitäten im Freien sollen sie ganz verzichten. Ausserdem sperrten die Behörden vorsichtshalber mehrere Autobahnen, etwa von Peking nach Schanghai, Harbin oder Pinggu.

Erinnerungen an Mega-Smog im Januar 2013

Die hohe Luftbelastung folgt fast genau ein Jahr nach dem Mega-Smog im Januar 2013, als sogar Rekordwerte von mehr als 800 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft gemessen wurden. Zudem ist es die zweite Smogwelle seit Dezember, als Schanghai und weite Teile Zentral- und Ostchinas unter ungewöhnlich schwerer Luftverschmutzung litten. Der hohe Kohleverbrauch in Haushalten im Winter, der Ausstoss der Heiz- und Kraftwerke sowie der wachsende Autoverkehr gepaart mit ungünstiger Wetterlage lassen die Luftbelastung mit Schadstoffen drastisch ansteigen. (pat/sda)

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