Sicherheitssprengung in Raron VS: Hier wird der brüchige Fels über dem Dorf Raron gesprengt
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Sicherheitssprengung in Raron VSHier wird der brüchige Fels über dem Dorf Raron gesprengt

Wegen eines Felssturzes Ende Januar, wurde am Mittwoch in Raron nun eine Sicherheitssprengung durchgeführt. Rund 80 Gebäude mussten dafür evakuiert werden.

Für die Sprengung wurden 300 Kilogramm Sprengstoff zur Detonation gebracht.

20 Minutes 

Ende Januar stürzten in Raron VS aufgrund eines Felssturzes riesige Steine ins Tal. Weil die Brocken in Richtung eines Wohnquartiers donnerten, mussten mehrere Familien ihre Häuser verlassen. Nur mit Glück kam niemand zu Schaden. Um weitere unkontrollierte Felsabbrüche zu verhindern, wurde am Mittwochvormittag nun eine Sicherheitssprengung durchgeführt. Wegen der Sprengung wurden in Raron und Niedergesteln rund 80 Gebäude evakuiert. Dies wegen möglicher Splitterbildung in den gefährdeten Zonen.

«Ich bin sicherlich ein wenig angespannt. Ich werde die Sprengung aus sicherer Distanz mitverfolgen. Alles wurde bis ins kleinste Detail geplant, deswegen bin ich zuversichtlich, dass alles klappt», sagte Reinhard Imboden, Gemeindepräsident von Raron kurz vor der Detonation zu 20 Minuten. Rund 150 Einsatzkräfte der Feuerwehr, des Zivilschutzes, der Polizei und Sprengspezialisten waren am Mittwoch im Einsatz. «Es war eindrücklich zu sehen, wie die verschiedenen Institutionen zusammenspannten», so Imboden.

Lediglich die Hälfte der Sprengmasse explodierte

Die Vorbereitungen für die Sprengung dauerten rund einen Monat. Laut dem Gemeindepräsident musste viel geplant und abgeklärt werden: Denn die Sprengung durfte einerseits keine der angrenzenden Gebäude beschädigen, die am Fusse des Felsens liegen. Zum anderen musste sichergestellt werden, dass nach der Detonation beim anliegenden Bach keine Stauungen durch Geröll entstehen. Gemäss ersten Erkenntnissen konnten diese beiden Ziele erreicht werden. Dennoch lief nicht alles nach Plan: Laut dem zuständigen Geologen Eric Pointner detonierten nur fünfzig Prozent der Sprengmasse. Die übrige Sprengmasse werde nun so schnell wie möglich aus dem Hang entfernt.

News-Scout André Zenhäusern verfolgte die Sprengung am Fusse des Steinbruchs mit.

André Zenhäusern
(RC)

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